„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 8“

Nur einen Tag später war ich dann wieder in der Kreisoberliga OHV/BAR unterwegs. Und es war „Derby-Time“. Ahrensfeldes Reserve war zu Gast in Schönow, der Truppe, die sich auch vorgenommen hatte, in der Spitzengruppe mitzumischen. Grün-Weiss „Zwee“ war ebenfalls interessiert, eine entspannte Saison zu spielen. Schönow gewann zwar das Auftaktspiel, fiel aber genauso wie die Grün-Weissen Gäste in ihren Leistungskurven im Laufe der Saison immer mehr ab.

1. Spieltag, Kreisoberliga OHV/BAR, Sonntag, 18.08.2019 – Anstoß 13:00 Uhr, BSV Rot-Weiß Schönow – SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde II 3:1

Für Rot-Weiß Schönow ist der Saisonstart geglückt. Doch es war eine sehr schwierige Aufgabe, die das Team von Tobias Robel über die gesamte Spielzeit aufgedrückt bekam. „Ich bin schon sehr froh, dass wir das hier heute bewerkstelligt und vor allem hinter uns haben. An den Ahrensfeldern werden sich noch einige die Zähne ausbeißen.“ sagte Robel nach Spielende, sichtlich gestresst. Denn das was die 120 Zuschauer präsentiert bekamen, war aus der obersten Schublade der Kreisoberliga und dies schon am ersten Spieltag. Die Begegnung benötigte keine Aufwärmphase. Es ging von Beginn an intensiv zu, mit vielen rassigen Zweikämpfen und auch spielerischer Note. Die erste Möglichkeit hatte Ahrensfelde nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld, den Pascal Klinkmann mit dem Kopf knapp neben den Kasten setzte (4.). Die favorisierten Schönower brauchten in der Folge schon alle Kräfte, um den Randberliner, die sehr couragiert auftraten, das eigene Spiel aufzudrücken. Dies gelang aber nur in Ansätzen, wobei Niklas Jorks in der 8. Minute, vollkommen freigespielt, das 1:0 auf dem Fuße hatte und den Ball kläglich neben das Gehäuse setzte. Die Partie bot sehr viel, vor allem Kampf um jeden Zentimeter, gepaart mit reichlich Leidenschaft, dass der Partie eine unheimliche Spannung beibrachte. Was ein wenig fehlte, waren klare Torchancen. Nach gut zwanzig Minuten verflachte das Spiel etwas, ohne aber den Reiz zu verlieren. Ein sehenswerter Spielzug über die rechte Seite, mit einem Steilpass auf Rik Roelofs, der mit Auge in den Fünfmeterraum passte, brachte das erlösende 1:0 für die Hausherren. Christoph Spitze war eingelaufen und brauchte nur noch seinen Fuß hinhalten (23.). Der Treffer erzeugte bei Rot-Weiß nun mehr Sicherheit und Überlegenheit, was die Gäste in der Folge mehr Abwehrarbeit verrichten ließ. Doch trotz guter Möglichkeiten und auf Gästeseite sporadischer Angriffe, richtete man sich wohl schon auf die Halbzeitpause ein. Der Pfiff, den Schiedsrichter Benjamin Grüber in der 45. Minute abgab, galt nicht dem Ende, sondern einer Strafstoßentscheidung. Peter Erdmann hatte im Laufduell Marcel Riemer zu Fall gebracht und den Gästen damit die Möglichkeit gegeben mit einem Remis in die Pause zu gehen. Der eingewechselte Leon Sill ließ sich nicht zweimal bitten, traf mittig, ohne Abwehrchance für RW-Keeper Hubertus Zschorlich (45.+1). Die Intensität aus dem ersten Durchgang setzte im Zweiten nahtlos an. Ein langer Ball auf Rik Roelofs brachte dann das 2:1 und im Anschluss an den Treffer reichlich Diskussionen. Roelofs hatte wohl, aus Ahrensfelder Sicht, den Ball klar im Abseits angenommen und Ahrensfeldes Keeper Martin Vohrer in Stürmermanier keine Abwehrmöglichkeit gelassen (55.). Es half nichts, Schiedsrichter Grüber und der für diese Situation verantwortliche Assistent ließen sich nicht umstimmen, so dass Grün-Weiss nun noch mehr aufbieten musste. Dabei machten die Gäste in der Folge den Fehler, mehr den Focus auf den Referee zu legen, anstatt die aufgekommenen Emotionen in ihre eigene Spielqualität einzubringen. So kam es, wie es kommen musste. Ein weiter Abschlag von Zschorlich und einem Sekundenschlaf von seinem Gegenüber Vohrer, der zu spät reagierte und von Roelofs überköpft wurde, brachte mit dem 3:1 die vielumjubelte Entscheidung (86.). „Ich denke, wir haben schon nicht unverdient gewonnen. Die Summe insgesamt, spricht schon für uns. Für den ersten Spieltag war da schon heftig Dampf drin“, so Tobis Robel kurz nach dem Abpfiff. GWA-Trainer Daniel Lüß haderte schon etwas. „Ein Unentschieden, so denke ich, wäre wohl verdient gewesen. Ich habe beide Mannschaften auf Augenhöhe gesehen. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden, obwohl wir in der zweiten Halbzeit einfach zu viel erzählt haben.“    

Schönow: Hubertus Zschorlich – Marcus Croonenbrock, Lukas Lang, Rik Roelofs, Scott Dähnrich, Niclas Jorks, Hannes Krüger, Christoph Spitze, Enrico Molkentin, Philip Redemann, Peter Erdmann

Ahrensfelde II: Martin Vohrer – Nico Salvatore Gliese, Marcel Riemer, Pascal Klinkmann, Felix Grünwald, Robert Herold, Richard Witte, Dennis Gärtner, Willi Lerche, Sebastian Vlach, Rico Riegel

Schiedsrichter: Benjamin Grüber (Berlin)

Zuschauer: 120

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