„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 17“

Bei GWA stimmte die „Chemie“ nicht so ganz ….

Nach dem nun der Fußball-Landesverband Brandenburg „endlich“ die zu erwartende Entscheidung getroffen hat, die laufende Saison abzubrechen, geht es in meinen Erinnerungen wieder zur Tagesordnung über.

8. Spieltag, Landesliga Nord, Samstag, 12.10.2019 – Anstoß 15:00 Uhr, SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde – TSV Chemie Premnitz 2:2

Ahrensfelde verspielt in zwei Heimspielen seine Souveränität, muss sich wiederum mit einem Remis begnügen und am Ende dieser Partie schon glücklich schätzen, nicht gänzlich ohne Punkte dazustehen. Brisanz hatte die Begegnung schon im Vorfeld beim Blick auf die Tabelle. Für Premnitz stand die tabellarische Wegrichtung, entweder Abstiegsgefahr oder gesichertes Mittelfeld, auf dem Spiel. Für Grün-Weiss galt es vorrangig den schon sehr nachdenklichen Auftritt aus der Vorwoche wettzumachen und in der Ligaspitze weiter am Platz an der Sonne zu schnuppern. Erschwerend kam für die Hausherren hinzu, dass die Bauarbeiten für die Tartanbahn auf dem Hauptplatz zurzeit durch das Wetter ins Stocken geraten sind und man auf den doch recht kleinen und ungeliebten Kunstrasen ausweichen musste. Trotzdem entwickelte sich eine interessante Partie mit zweier Teams, die in der Grundlage ihr Handwerk verstanden und dabei auch an Offensivfußball interessiert waren. Dabei wurde viel mit langen Diagonalbällen operiert, um irgendwie hinter die jeweilige Abwehrlinie zu kommen. Doch das Unterfangen gelang viel zu selten, so dass beide Keeper kaum ernsthaft in Aktion treten mussten. So war es ein Eckball, getreten von Loris Bethge, der von Eduard Demcenko im Luftkampf per Kopf in den Fünfmeterraum gebracht wurde, der schlussendlich das 1:0 bedeutete. Dort reagierte Alexander Kaatz am schnellsten und drückte die Kugel mit der Stirn über die Linie (16.). Ahrensfelde hatte in der Folge alles im Griff, schaffte es aber kaum, bis auf wenige Halbchancen die optische Übermacht in Zählbares umzumünzen. Premnitz spielte ansehnlich mit, hatte aber das gleiche Problem, wie der Favorit, aus dem Spiel heraus vor des Gegners Kasten zu kommen. Ein Eckball, den Ricardo Quast aus Nahdistanz am rechten Pfosten per Kopf noch recht gefährlich aufs Tor brachte und Dominik Vollmer zur Glanztat zwang, war die einzige Chance der Gäste im ersten Durchgang (39.). Womit wohl auf Grün-Weisser Seite nach dem Wiederanpfiff niemand gerechnet hatte, war der frühe Ausgleich durch Sebastian Krumbholz. Der wurde zum lachenden Nutznießer des Ballannahme-Fauxpas von Thomas Illig, der das Spielgerät nicht unter Kontrolle bekam und hinterher sehen musste, wie der Ball im Netz landete (47.). Der Treffer tat den Hausherren nicht wirklich gut. Chemie erkannte diesen Umstand, drückte die Barnimer zusehends in deren Hälfte und brachte der Abwehr um Mannschaftskapitän Alexander Kaatz schon Ansätze des Schwimmens bei. Auch der Doppelwechsel, es kamen Gesierich und Grzyb, mit dem Hintergedanken den Vorwärtsgang zu verstärken, verpuffte gänzlich. Eine gute Viertelstunde vor Schluss hatte Ahrensfelde zumindest wieder ein Gleichgewicht erkämpft und damit die Phase der Entscheidung eingeläutet. Beide Teams drängelten mit einigen Möglichkeiten, doch so richtig ernst wurde es nicht. Ein Ahrensfelder Ballverlust mit folgendem langen Ball, den sich Ricardo Quast an der rechten Strafkante erlief, brachte dann die Gästeführung. Der Schlenzer von Quast, über den etwas weit vor dem Tor stehen Vollmer, prallte vom Innenpfosten ins Tor (84.). Grün-Weiss, nun mit Macht und einem Hauch von Brechstange, wollte nicht mit leeren Händen dastehen. Der Aufwand brachte den erhofften Ertrag. Wieder war es ein ruhender Ball aus dem Halbfeld, der von den Chemikern schlecht verteidigt wurde und aus dem Gewühl heraus den Weg zu Steven Knörnschild fand. Der hatte dann keine Mühe das Spielgerät aus zwei Metern über die Linie zu drücken (88.). „Ein gerechtes Ergebnis, in der zweiten Halbzeit war der Gegner einfach besser. Wir wollten auf das zweite Tor gehen und waren vielleicht ein wenig überrascht, dass Premnitz so hoch stand. Letztendlich können wir uns sogar noch glücklich schätzen, dass wir die Partie nicht noch verloren haben“, sagte Ahrensfeldes Trainer Jürgen Beyer kurz nach Spielschluss. Premnitz Übungsleiter Sebastian Kaiser schwankte da schon mehr in seiner Analyse. „So kurz vor Schluss noch den Ausgleich hinnehmen zu müssen, ist schon sehr ärgerlich. Über die gesamte Spielzeit gesehen, geht das Ergebnis aber in Ordnung. Unser Vorhaben nach Wiederanpfiff, die Abwehr weiter vorzuschieben und Ahrensfelde Probleme zu breiten, ist auf jeden Fall aufgegangen.“  

Ahrensfelde: Dominik Vollmer – Leandro Rodriguez, Nick Meißner, Alexander Kaatz, Arianit Cocaj (35. Thomas Illig), Steven Knörnschild, Eduard Demcenko, Loris Bethge (65. Marc-Nelson Grzyb), Foday Darboe, Florian Redder, Thomas Stoltz (65. Dominic Gesierich)

Premnitz: Felix Baitz – Martin Weber (90. Elias Sandowski), Sebastian Krumbholz, Christian Freidank (73. Martin Otto), Ricardo Quast, Mario Manu Delvalle Silva, Konstantin Gäde (80. Lucas Witschel), Dominik Bradburn, Elias Große, Hans Büchner, Lukas Block

Schiedsrichter: Sven Hennig (Neuzelle OT Schwerzko)

Zuschauer: 116

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