Testspiel: SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde II – FSV Fortuna Britz 2:1

Der freundschaftliche Vergleich zwischen dem ambitionierten Kreisoberligisten aus Ahrensfelde und dem Landesklassenvertreter aus Britz endet mit einem knappen 2:1, mit dem schlussendlich niemand so richtig etwas anfangen konnte. Während Gästetrainer Enrico Jürgens „überhaupt nicht auf das Ergebnis bei Testspielen schaut“ und seiner Truppe eine gute Leistung bescherte, sah auch Ahrensfeldes Übungsleiter Daniel Lüß einen positiven Auftritt seiner Truppe und schon ein verdientes Endergebnis. Doch mit den beiden Resümees der Mannschaftsverantwortlichen hatten Sie ihre Jungs schon ein wenig in Schutz genommen, von Grün-Weisser Seite etwas mehr und von den Fortunen etwas weniger. Denn die Partie begann mit einem Fehlpassfestival sonders gleichen. Dabei hatte man gerade beim Heimteam nicht bemerkt, dass der trockene Rasen sehr stumpf war und eigene Pässe förmlich auf dem Wege verhungerten. Fortuna hingegen brauchte genauso seine Zeit, um in die Partie zu finden. Die Partie schleppte sich immens, von Chancen war weit und breit nichts zu sehen, selbst Halbchancen blieben Mangelware. Die Gäste kamen mit zunehmender Dauer besser in die Partie, ohne diese gänzlich an sich zu reißen. Ahrensfelde suchte weiterhin nach der Tür, um wenigstens einen Fuß in die Partie zu bekommen. Defensiv brannte zwar kaum etwas an, aber in der Offensive blieb vieles auf der Strecke. So passte der erste Treffer der Hausherren irgendwie gar nicht in die Partie. Marc Nelson-Grzyb hatte einen Eckball von der rechten Seite getreten und konnte in der Folge zuschauen, wie Britz die Kugel nicht aus der Gefahrenzone bekam. Max Herrmann war letztendlich der Nutznießer, als ihm der Ball förmlich vor die Beine fiel und sein Schuss abgefälscht im Netz zappelte (32.). Die Partie wurde nun intensiver, ohne an Qualität zu gewinnen. In der 40. Minute kam Dwayn Kaßner zur ersten Chance für die Gäste, doch sein Schuss aus guter Position an der rechten Strafraumkante ging weit am Kasten vorbei. Als dann das Gros der Akteure schon das Pausengetränk anpeilte, schlug Grün-Weiss noch einmal zu. Marc-Nelson Grzyb hatte sich das Spielgerät rechts am Strafraum nach einem Foulspiel zum Freistoß bereitgelegt, maßgenommen und die Kugel sehenswert und unhaltbar im Gästegehäuse versenkt (43.).

Der Wiederanpfiff, des bis dato unauffälligen Referees Stefan Kotte war gerade verklungen, da lag der Ball im Ahrensfelder Tor. Paul Halgato-Jung hatte eine saubere Flanke per Kopf versenkt, doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer nicht an, weil er beim Flankengeber im Vorfeld beim Zweikampf eine Regelwidrigkeit gesehen hatte. Fortuna hatte sich aber offensichtlich Einiges für den zweiten Durchgang vorgenommen, denn der nun verdiente Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal war es Maximilian Roch, der sich in die Torschützenliste eintrug. Er hatte sich den Ball im linken Strafraumbereich zurechtgelegt und gezielt abgezogen. Glück gehörte schlussendlich auch noch dazu, als der Ball leicht abgefälscht und dadurch unhaltbar einschlug (51.). Britz wollte nun den Ausgleich, mühte sich, blieb aber in diesem Unterfangen recht glücklos. Ahrensfelde hingegen wackelte etwas, hielt aber stand. Doch deren Makel mit den schwachen Offensivbemühungen, denen oft die Gradlinigkeit und das Zwingende fehlte, hatte weiterhin Bestand. So plätscherte das Spielgeschehen dem Ende entgegen, in dem die Kräfte nachließen und die emotionale und auch körperliche Rustikalität einzog. Dabei nahmen die Gäste die Vorreiterrolle ein, Ahrensfelde ließ sich aber auch das eine oder andere Mal nicht lumpen. Am Ende leuchtete ein Heimsieg auf der Anzeigetafel, welches Ahrensfeldes Coach Daniel Lüß kurz und knackig kommentierte. „Eigentlich ein Spiel, dass keinen Treffer verdient hatte“. Mit dem Trainingsstand zeigte er sich den Umständen entsprechend zufrieden. „Die Jungs haben acht Monate nicht trainiert, da ist einiges aufzuholen, daran arbeiten wir. Darauf liegt jetzt der Fokus.“ Sein Gegenüber, Enrico Jürgens, sprach in seiner Analyse das gleiche Problem an. „Man kann natürlich noch allzu viel verlangen, nach der langen Zeit ohne Fußball. Das was wir uns in dieser Partie vorgenommen hatten, ist besonders in der ersten Halbzeit aufgegangen. Besonders die Defensive Taktik mit dem Schaffen von Umschaltmomenten hat schon gut funktioniert. Zurzeit fehlen gerade unsere gestandenen Spieler, da konnten sich unsere jungen Akteure beweisen. Das hat gut geklappt. Die Integration der Youngster im Männerbereich ist auch positiv im Gange, damit bin ich auch sehr zufrieden.“

Ahrensfelde setzte folgende Spieler ein: Martin Vohrer – Marc-Nelson Grzyb, Marcel Riemer, Niklas Hvalec, Felix Kieschnick, Robert Herold, Leon Sill, Dennis Gärtner, Max Herrmann, Nico Salvatore Gliese, Wille Lerche – Fabius Faust, Dennis Mischke, Ingolf Zocher, Tobias Berger

Fortuna Britz setzte folgende Spieler ein: Hendrik Tubandt – Mattis Preuß, Maximilian Roch, Darren Kaßner, Dwayn Kaßner, Paul Halgato-Jung, Jonas Fritzsche, Stefan Schmude, Frank Ploen, Tim Franken – Muhammed Keita, Marc Seifert

Schiedsrichter: Stefan Kotte – gute Leistung

Zuschauer bei freiem Eintritt: 40

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