Fröhliche Weihnachten …, ein Blick in die Tradition der Deutschen Sprache

Frohes Fest …, nein, das ist keine Szene aus einer „Weihnachtskrippe“

„Es weihnachtet sehr“, oder „Christmas is coming“. Was gefällt mehr, die deutschen Worte oder das mittlerweile kaum noch wegzudenkende Englisch? Ich muss mal vorabschieben, dass ich noch nicht mal die Basis des Schulenglisch besitze und nie wirklich bereit war, mich damit in irgendeiner Weise auseinanderzusetzen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, nervt es mich schon ganz schön, dass diese Sprache immer mehr Einzug hält in unserem täglichen Leben. Berufsbedingt bin ich viel in der City Berlins unterwegs und da ist es zum Teil schon so, dass ich mir vorkomme, in der Londoner Innenstadt, obwohl ich dort noch nie war, unterwegs zu sein. Aufsteller vor Restaurants und Kaffeestuben nur noch in Englisch und mit Texten, die ich nun wirklich nicht mehr verstehe. Und es ist mir dann irgendwie schon peinlich am Tresen zu fragen, um was es sich denn eigentlich für ein Angebot handelt. Genauso die Werbung im TV. Haarwäsche wird da in einem Kauderwelsch beworben, die mich wirklich davon abhält, sie mal auszuprobieren. Und so zieht sich dieser rote Faden durch mein alltägliches Leben, der mir irgendwie schon Angst macht, in absehbarer Zeit sprachlich und kommunikativ auf der Strecke zu bleiben. Die jüngere Generation wird dies sicherlich verkraften und meine Bedenken eventuell nicht nachvollziehen können. Aber ich sträube mich wirklich unsere traditionelle Muttersprache aufzugeben und mich noch einmal auf die Schulbank zu setzen, um Englisch zu lernen.

Aber es gibt noch einen Lichtblick und der macht mir Hoffnung, dass mein geliebtes Hobby, der Fußball, noch nicht in den verbalen Sog der oben genannten Sprache gezogen wurde. Obwohl mich schon ein wenig wundert, dass die Sprache im Fußball-Regelwerk schon sehr deutsch ist. Bekannter Weise hat der Fußball ja nun mal seinen Ursprung auf der Insel des britischen Königsreiches. Man stelle sich mal vor, wir müssten mit sofortiger Wirkung folgende Fußballvokabeln in unser sprachliches Repertoire aufnehmen: to caution, corner kick, kick off, free kick, yellow card, red card, center line, stoppage time, penalty shoot-out, opposing team, counterattack, dive, penalty area. Und dies sind nur ein paar Beispiele und da stellt sich schon die Frage – wollen wir das? Ich jedenfalls nicht, und ich denke der geneigte Fußball-Fan, die Spieler und Verantwortlichen auch nicht. Deshalb auch meine deutliche Bitte Richtung DFB und seine Regelhüter – Lasst es so, wie es ist! Zwar ist manche Regel im Inhalt und deren Auslegung kaum noch nachvollziehbar, dies liegt aber nun mal nicht an der sprachlichen Ausrichtung.

Warum verlieren wir dann im Allgemeinen immer mehr unsere Muttersprache? Müssen in der Arbeitszeit zum „Brainstorming“ und ein „Feedback“ abgegeben? Eventuell findet diese Veranstaltung zum „Brunch“ statt, wo jeder sein „Lunchpaket“ bekommt und schlussendlich ein „Back to the Roots“ gebetet wird.

Mir macht das keinen Spaß mehr und ich finde diese Entwicklung richtig doof. Ich genieße jetzt die freien Tage rund um die Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel. Da gibt es Kaffee und Kuchen, einfach viel Traditionelles. Und ich habe mir definitiv vorgenommen, weiterhin unsere deutsche Muttersprache mit all den dialektischen Facetten zu pflegen und die Leute zu unterstützen, die diesen Weg genauso verfolgen. Und dies alles ohne rechte Hintergedanken, denn diese verabscheue ich mit aller Kraft.

In diesem Sinne – FROHE WEIHNACHTEN und nicht „merry Xmas“, … ich bitte um Verständnis.

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