Wird es so wieder sein ….?

Damals war’s ….

Es fühlt sich schon wie eine Ewigkeit an, als der Fußball durch die Virenkrise von der Bildfläche verschwunden ist. Dabei ist es gerade mal vierzehn Tage her, wo die Spielruhe verordnet und mir und dem ein oder anderen ein Zölibat auferlegt wurde. Viele hocken jetzt zu Hause, genauso wie ich, der dienstlich immer im Wochenwechsel Ausgehverbot hat oder zur Arbeit darf. Zeit zum Nachdenken ist jetzt allemal. Dabei habe ich am Tag gefühlte fünfzigmal das Smartphone in der Hand und informiere mich über Statistiken und Ereignisse rund um das Corona-Virus. Es sind und waren schwierige Zeiten, auch in familiärer Hinsicht. Meine Tochter musste in einer „Notaktion“ aus Thailand geholt werden, weil die gebuchte Fluggesellschaft die Schotten dicht gemacht und seine Fluggäste einfach im Stich gelassen hatte. Geholfen haben schlussendlich die berühmten Beziehungen und reichlich Kohle. Es war mir aber egal, jetzt bin ich überglücklich, familiär alle wieder beisammen zu haben. Doch eines fällt mir in diversen Denkpausen immer öfters auf, dass ich den Fußball in keinster Form vermisse. Und ich bin ganz ehrlich, es macht mir schon ein wenig Angst, dass dies auch so bleibt. Doch bei all den negativen Begleiterscheinungen der Krise, könnte es auch eine Chance geben, den Fußball im Amateurbereich, finanziell gerade in Punkto „Aufwandsentschädigungen“ der Spieler rein zu waschen. Viele Sponsoren und Geldgeber werden sicherlich den Sport weiter unterstützen, aber im Umfang die Schraube weit zurückdrehen. Spieler, die sich selbst in Verruf gebracht haben und durch eine Art „Vereins- Groundhopping“ ihre persönliche Kasse aufbessern, werden zukünftig, ich hoffe und wünsche es mir, sprichwörtlich in die Röhre kucken. Man darf wirklich schon gespannt sein, welche Spieler ihren momentanen Vereinen erhalten bleiben und damit vielleicht auch zum Ausdruck bringen, wie sie zum eigentlichen Sport und der Gemeinschaft, besonders im Wohlfühlfaktor stehen. Ganz oben in der Skala meiner Wunschliste platziert sich die Hoffnung darauf, dass die jetzt und auch in den kommenden Wochen gelebte Hilfsbereitschaft und Solidarität nicht im Alltag nach der Krise verschwinden möge. Ganz gespannt darf man auch sein, und dies betrifft mich ebenfalls, aber nur in passiver Form, wie viele dem aktiven Fußball den Rücken kehren und maximal in die Zuschauerrolle rutschen werden. Allein schon, weil bei dem ein oder anderen der „körperliche Zerfall“ in Form von Übergewicht einsetzen wird und kaum Bereitschaft besteht, diesen Fauxpas zu beheben. Hinzu kommt auch in der momentan und noch Wochen auferlegten, ich nenne es „Ausgangssperre“, veränderten persönlichen, beruflichen und familiären Interessenlagen. Ich merke es auch bei mir, zwar habe ich noch nicht zugenommen, aber der Drang und die Sehnsucht nach familiärem Zusammenhalt treibt mich täglich um und schmerzt schon sehr, dass man diesen nicht persönlich, sondern fast nur medial, genießen darf. Dies war, ich bin ganz ehrlich, in der virenfreien Zeit nicht mein vorrangigstes Thema. Ich vermisse auch meine Fußball-Kumpels und Gesprächspartner, die ich in meiner Tätigkeit als Freier Mitarbeiter der MOZ kennen und schätzen lernen dürfte.

Schlussendlich bleibt die große Hoffnung, dass wir alle gesund bleiben und die Krise nicht mehr allzu lange unser Leben bestimmen möge. Ich bin davon absolut überzeugt, dass wir das überstehen und uns auf einem unser geliebten Fußballplätze wiedersehen werden.

UND NIEMALS VERGESSEN – ABSTAND HALTEN (U.N.V.-A.H.)  

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