„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 1“

Es ist schon ein Graus mit dem Virus und seinen Folgen. Ohne unseren Fußball geht da scheinbar nicht viel. Klopapier-Jongliererei und eSports sind zu mindestens zwei Aktivitäten, welche die Zwangspause etwas erträglicher machen. Wie schon in meinem letzten Blog erwähnt, fehlt mir der Fußball zurzeit nicht wirklich. Aber irgendwie verspüre ich dann doch Bock, den Lesern meines Blogs die schwierige Zeit etwas zu versüßen. Und was passt in diese schwierige Zeit – das Schwelgen in Erinnerungen. Dazu möchte ich ab sofort beitragen und die Berichte meiner besuchten Spiele aus dieser Saison, welche ja bekanntlich im letzten Sommer, am 01.07.2019 begann, veröffentlichen. Bis zum heutigen Tag habe ich von 38 Spielen berichtet. Dazu gibt es dann noch ein paar fotografische Impressionen, damit die Angelegenheit nicht ganz so „trocken“ wird. Was bei den Berichten ein sehr interessanter Aspekt ist, so zusagen ein zusätzlicher Bonbon, dass hier nun das Rohmaterial veröffentlicht wird. In der Märkischen Oderzeitung, für die ich ja bekannterweise als Freier Mitarbeiter tätig war, wurden meine Berichte oft aus Platzgründen eingekürzt.

Na dann, viel Spaß beim Lesen und in Erinnerungen schwelgen. „Memories of Barnim Rasenballsport – Part 2“ wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Testspiel, Sonntag, 14.07.2019 – Anstoß 14:00 Uhr, SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde – BSV Eintracht Mahlsdorf 2:1

Ahrensfelde beginnt die Testspielserie zur Saisonvorbereitung gleich mit einem kleinen Paukenschlag. „Ich denke mal, dass könnte heute stramm werden“, hatte Ahrensfeldes Trainer Sven Orbanke im Vorgespräch schon rumgeunkt. Denn mit Eintracht Mahlsdorf stellte sich der designierte Favorit der Berliner Verbandsliga in der Jahnsportstätte vor. Bei bestem Fußballwetter begann die Partie auf dem kleinen Kunstrasen an der Ulmenallee, wie erwartet. Die Berliner im Vorwärtsgang, mit reichlich Kurzpassspiel und viel Laufarbeit im Petto, setzten Grün-Weiss gleich stark unter Druck. Sven Orbanke hatte seine Truppe, schon ahnend, hervorragend eingestellt – sehr defensiv, aber auf Konter lauernd. Optisch waren die Gäste zwar stark überlegen, agierten aber ohne sichtbaren Raumgewinn. Während Mahlsdorf zu überhaupt keiner Chance kam, setzten die Barnimer gelegentliche Nadelstiche. Ahrensfeldes Top-Torschütze Patrick Hamel, als perfekter Konterstürmer, entpuppte sich für die Gäste als ständiger Unruheherd, dem letztendlich keine Wege zu weit waren. Mit seinem Schuss von der linken Strafraumseite prüfte er in 15. Minute zum ersten Mal Gäste-Keeper Greulich, der sich schon strecken musste, um die Kugel um den Pfosten zu lenken. Während bei den Gästen zwar ansehnlich der Ball lief und Grün-Weiss-Torsteher Tim Reuter weiterhin ohne Beschäftigung blieb, hatte die Partie in der Intensität schon Wettkampfcharakter erreicht. Nick Meißner, der nach einer Balleroberung im Mittelfeld den Ball auf die rechte Seite zu gespielt bekam, flankte flach in den Strafraum. Dort hatte die Mahlsdorfer Defensivabteilung Patrick Hamel sträflich allein gelassen und musste schlussendlich zu schauen, wie Hamel nur noch einschieben brauchte (21.). An den Kräfteverhältnissen änderte sich nach dem Treffer rein gar nichts. Die Berliner spielten weiter mit viel Ballbesitz. Ahrensfelde hingegen hatte die Chancen und erzielte den zweiten Treffer. Erst kratzte Neuzugang Hagen Opitz, gekommen von Empor Berlin II, mit seinem Kopfball an den linken Pfosten an der Ergebnisverbesserung (32.). Dann machte Patrick Hamel richtige Nägel mit Köpfen und erzielte das nicht unverdiente 2:0. Ein langer Einwurf, den Mahlsdorf schlecht abwehrte, machte Hamel zum Abstauber und schlussendlich zum Doppeltorschützen (38.). Praktisch im Gegenzug erzielte Lukas Rehbein den Anschlusstreffer für seine Eintracht, nachdem er von der Grundlinie im Rückraum stehend, angespielt wurde und mit seinem strammen Schuss nicht lange fackelte (39.). Für die Gäste war dies erst die zweite Möglichkeit, nach dem in der 31. Minute Dominic Schöps per Kopfball knapp den Kasten verfehlt hatte. Zum Wiederanpfiff setzte Mahlsdorf die Auswechselmaschinerie in Gange und brachte sieben frische Kräfte. Mit dieser Maßnahme stellte sich gerade bei den Hausherren die Konditionsfrage und vor allem nach dem Zeitpunkt eines zu erwartenden Einbruchs. Doch Ahrensfelde beantworte die Frage letztendlich selbst, nämlich mit viel Leidenschaft und Disziplin. Die Begegnung blieb weiter intensiv und Mahlsdorf kratzte nun einige Male am Ausgleich. Der eingewechselte Ringo Kretzschmar und sein Kollege Lukas Rehbein waren im Eintracht-Vorwärtsgang die auffälligsten Akteure, doch richtig zwingend wurde es auch nicht. Als sich dann der eingewechselte Gäste-Keeper Alexander Sandt ohne gegnerischen Einfluss in der 80. Minute so schwer verletzte, dass es eine längere Unterbrechung gab und sogar medizinische Hilfe gerufen werden musste, war die Luft aus der Partie raus. Am Ende standen die in grün gekleideten Ahrensfelder als nicht unverdiente Sieger vor Trainer Orbanke, der als Bonbon und sehr „zur Freude“ seiner Jungs noch ein Auslaufen anordnete. „Ich bin heute sehr zufrieden. Wir haben taktisch zu neunzig Prozent alles richtig gemacht. Sehr gefallen hat mir, dass wir so diszipliniert agiert haben. Und das nach erst zwei Trainingseinheiten. Mit den Neuzugängen bin ich erst einmal zu frieden.“ so Orbanke in seiner Analyse.

Ahrensfelde: Tim Reuter – Nick Meißner, Alexander Kaatz, Patrick Hamel, Steven Körnschild, Marc-Nelson Grzyb (75. Felix Grünwald), Loris Bethge (76. Leandro Weber), Hagen Opitz (46. Maximilian Hecker), Dominic Gesierich (46. Marvin Nickel), Thomas Stoltz, Arinat Cocaj

Mahlsdorf: Andre Greulich – Alexander Möller, Nico Klockzien, Moritz Borchardt, Lukas Rehbein, Tilo Scheffler, Dominic Schöps, Filip Krstic, Fabian Fritsche, Maxinmilian Schmidt – 46. eingewechselt: Tom Ney, Leon Barlage, Ringo Kretzschmar, Armin Bilalic, Christoph Zorn, Dominik Tuchtenhagen, Marvin Beier

Schiedsrichter: Lars Buchheim (Berlin)

Zuschauer: 73 (bei freiem Eintritt)

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