„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 3“

Da war die Welt in Schönow noch in Ordnung, den Aufstieg in die Landesklasse in absoluten Visier …

Klassen interner Test aus benachbarten Kreisverbänden war die Agenda dieses freundschaftlichen Vergleiches, bei dem Rot-Weiß Schönow als klarer und hochverdienter Sieger vom Platz ging. Der Barnim-Vertreter untermalte mit der gezeigten Leistung eindeutig seine Ambitionen in den Kreis der Aufstiegsanwärter aufzurücken. Doch im Verlauf der Hinrunde kam dann alles anders ….

Testspiel, Sonntag, 28.07.2019 – Anstoß 11:00 Uhr, BSV Rot-Weiß Schönow – FC Lokomotive Frankfurt (Oder) 6:1

Rot-Weiß Schönow gewinnt das Testspiel im Rahmen des dreitägigen Trainingslagers gegen den Ostbrandenburgliga-Vertreter FC Lokomotive Frankfurt/Oder hochverdient und zeigt besonders mit der Leistung im ersten Durchgang wohin in dieser Saison die Reise gehen könnte. „Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen, aber da gibt es noch einige andere Kandidaten, die das Zeug dazu haben“, hatte Rot-Weiß-Trainer Tobias Robel die Zielsetzung für die kommende Spielzeit im Vorgespräch schon mal verraten. Sein neuer Kollege, Hendrik Brösel, der mit Robel, so wird immer betont, auf Augenhöhe das Zepter schwingt, war im Nachgang der Partie von seinen Jungs auch sehr angetan. „Wir haben sehr kompakt agiert, gut miteinander gesprochen. Ich bin etwas überrascht, wie gut die Truppe schon funktioniert. Ein sehr guter Abschluss unseres Trainingslagers“. Die Begegnung, die im Übrigen keine Aufwärmphase brauchte, hatte schon den Charakter eines ernsthaften Wettkampfes, in dem sich beide Vertretungen in der Anfangsphase auf Augenhöhe begegneten. Schon nach sieben Minuten klapperte das erste Mal das Lok-Quergebälk und obwohl der Ball im Netz lag, wurde der Treffer wegen eines Fouls an Gästekeeper Oskar Lingk berechtigt nicht gegeben. Nach gut zehn Minuten übernahm Schonöw die Regie und kam besonders über Standards zu guten Möglichkeiten. Ein Eckball und die Wucht des Kopfballs durch Hannes Krüger brachte die verdiente Führung (14.). Rik Roelofs wollte dem nicht nachstehen und markierte genauso mit dem Kopf nach Flanke, sehr platziert, die 2:0 Führung (17.). Der Treffer nahm die Gäste zusehends aus der Partie, was auch am sehenswerten Auftritt der Barnimer lag. Viel Kombinationsfußball, der bei den Hausherren schon sehr eingespielt wirkte, machte die Partie sehr attraktiv. Lok brauchte 27 Minuten, um das erste Mal etwas gefährlicher zu werden. Beim Freistoß, getreten im linken Halbfeld durch Mirko Linder, musste sich Schönows Schlussmann Hubertus Zschorlich schon strecken, um die Kugel noch um den Pfosten zu lenken. Mit dem 3:0 durch Christoph Spitze, der Nutznießer eines sehenswerten Konters wurde und nach der flachen Eingabe nur noch seinen Fuß hinhalten brauchte, stellte Schönow die Weichen klar auf Sieg (32.). Selbst der Anschlusstreffer, den Christopher Winter in der 36. Minute markierte, brachte die Robel/Brösel-Truppe nicht aus dem Konzept. Christoph Spitze hatte drei Minuten später die passende Antwort, nachdem er von der rechten Seite den Ball flach in den Strafraum aufgelegt bekam und zum 4:1 einnetzte. Zum Wiederanpfiff bekam der positive Eindruck der Hausherren einen leichten Knacks. Auswechslungen und die immer präsenter werdende Hitze lähmten so ein wenig den Spielfluss. „Vielleicht haben wir auch zu viel gewollt und durch nicht ganz durchdachte Wechsel etwas den Faden verloren“, übte sich Hendrik Brösel in Erklärungsversuche. Die Partie zog sich nun wie Kaugummi, hatte aber noch ein Highlight in der Präsentation. Enrico Molkentins Aktion, bei der er einen langen Einwurf im Strafraum mit dem Rücken zum Tor annahm, sich dann drehte und vollendete, war schon zum Zunge schnalzen (49.). Oliver Höft beendete dann das „Torspektakel“ mit seinem Treffer zum 6:1, was schlussendlich auch den vorherrschenden Kräfteverhältnissen entsprach (75.). „Wir haben sechs Spieler verloren und sechs Neue geholt. Die Integration der Jungs funktioniert sehr gut. Dafür tun aber auch beide Seiten etwas, ich denke mit dem Zusammenwachsen sind wir auf dem richtigen Weg. Dies ist hier ein sehr familiärer Verein, in dem ich mich ebenfalls als Neuzugang sehr wohl fühle.“, so Hendrik Brösel, der in Schönow wohl angekommen zu sein scheint.        

Schönow: Hubertus Zschorlich – Marcus Croonenbrock, Lukas lang, Rick Roelefs, Scott Dähnrich, Hannes Krüger, Christoph Spitze, Enrico Molkentin, Seven Hagenah, Philip Redemann, Alexander Brösel – eingewechselt: Enrico Müller (TW), Niclas Jorks, Christopher Quart, Oliver Höft

Lok Frankfurt/Oder: Oskar Lingk – Julian Drescher, Mirko Linder, Thomas Staroske, David Bänsch, Derenik Mayilyan, Paul Henke, Christopher Winter, Michael Gambashidze, Othman Alobaid, Sebastian Gul – eingewechselt: Vahis Amiri, Olaf Thomas Goldammer, Max Köhler, Patryk Krytzak

Schiedsrichter: Marc Loßner (Blumberg)

Zuschauer: 36 (bei freiem Eintritt)

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