„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 6“

Auf meinem „Erinnerungs-Pfad“ beginnt die ernsthafte Saison mit einer Partie im Kreis-Pokal. Dabei traf der Kreisklassenvertreter Ostender SV Eberswalde auf den eine Liga höher agierenden SV Beiersdorf. Wer meinen Blog intensiver verfolgt, wird gleich gemerkt haben, dass ich mich rund um diese Begegnung schon mal ausgelassen habe (hier). Was damals fehlte, war der Bericht dazu, welcher hier nun zum „Nachfühlen“ bereitsteht.

Kreispokal OHV/BAR, 1. Runde, Samstag, 10.08.2019 – Anstoß 15:00 Uhr, OSV Eberswalde – SV Beiersdorf 1:3

In der ersten Runde des Oberhavel-Barnim Kreispokals erledigt der Kreisligist aus Beiersdorf beim eine Klasse tiefer spielenden OSV Eberswalde seine Auswärtsaufgabe relativ souverän und hofft jetzt in der nächsten Runde auf ein Heimspielspiel. „Ich würde mir schon eine höherklassige Mannschaft wünschen. Das würde uns als Verein bestimmt guttun. Spiele in der Fremde sind immer schwierig zu gestalten, das hat man ja auch hier gesehen.“ Dabei brauchte Beiersdorf schon gut eine Viertelstunde, um in der Partie die Oberhand zu erlangen. OSV-Trainer Jörg Siewert hatte in Vorahnung seine Truppe sehr defensiv eingestellt. „Wir hatten heute schon einige Personalprobleme und haben deshalb nur mit einer Spitze und dahinter zwei kompakten Reihen angefangen.“, so der Coach im Nachgang der Partie. Mit zunehmender Dauer kamen die Gäste auch zu ersten guten Möglichkeiten, an denen die Antreiber Toni Reske, als Passgeber und Eric Dupont, mit Abschlüssen, am auffälligsten agierten. Neben der engen Abwehr hatte der OSV den gut aufgelegten Keeper Michael Falz im Kasten, der schon mit der ein oder anderen Flugeinlage glänzte und seine Kollegen weiter im Spiel hielt. Doch in der Offensive ging nur selten etwas. Probleme bekamen die Gästeverteidiger nur, wenn die einzige OSV-Spitze Maik Pubanz in altenglischer Manier, per Kick and Rush, auf die Reise geschickt wurde. Im Ballbesitz war Pubanz kaum zu stellen, doch im Abschluss offenbarte er schon einige Qualitätsmängel, so dass Gäste-Keeper Veit Gumlich nur selten zur Prüfung musste. Die Begegnung schleppte sich schon ein wenig, weil aber auch keines der Teams bereit war, noch mehr in die Waagschale zu werfen. Pubanz war es dann, der den Spielverlauf schon etwas auf den Kopf hätte stellen können. Den langen Diagonalball, den er vollkommen frei an der Strafraumgrenze aufnehmen konnte, brachte er zwar aufs Tor, aber zu unplatziert. Gumlich im Kasten der Gäste war zur Stelle und beförderte die Kugel sehenswert aus der Gefahrenzone (30.). Beiersdorf hatte die Zügel weiter in der Hand und versuchte nun auch über Diagonalbälle die dichte Heimabwehr zu überspielen, aber immer noch ohne Erfolg. Toni Reske war es dann, der sich nun mal im Dribbling durch die Mitte versuchte und damit das 0:1 vorbereitete. Muaawea Alsaleh war zur Stelle, als aus dem Gewühl heraus der Ball bei ihm landete und er mit platziertem Schuss vollendete (35.). Martin Lehmann, der nach einer präzisen Flanke von der rechten Seite eingelaufen war und sehenswert, ohne Chance für Falz, vollendete, stellte mit dem 0:2 nun auch die vorherrschenden Kräfteverhältnisse numerisch dar (40.). „Die erste Halbzeit hat mir sehr gut gefallen, warum wir dann aber in alte Muster verfallen sind, bleibt mir doch etwas rätselhaft.“ hatte Gloge in seiner Analyse bemängelt und damit absolut den Nagel auf den Kopf getroffen. Beiersdorf lies nun den spielerischen Vorteil fallen, gab die Strategie, das Spiel breit zu machen, auf und versuchte nur noch durch die Mitte die enge Abwehr der Hausherren zu durchbrechen. Die Siewert-Truppe kam dadurch mit Befreiungsschlägen und langen Bällen etwas mehr in die Entlastung und fand auch Spaß daran. Michael Vorpahl wurde einer der Nutznießer dieser Konter und verkürzte in 82. Minute auf 1:2. So ein wenig wackelte nun die Gästedominanz und war dann fast schon dahin, als Olaf Gierscher vollkommen frei keinen Druck hinter den Ball bekam und der doch recht klägliche Schuss von Gästekeeper Gumlich abgewehrt werden konnte (90.+3). Den Schlusspunkt in der Partie setzte Wahid Sarwari mit dem entscheidenden 1:3, nachdem er einige Wimpernschläge vorher schon die Begegnung hätte entscheiden können (90.+4). Jörg Siewert war trotz der Niederlage mit seinen Jungs zufrieden. „Der Sieg für Beiersdorf geht natürlich in Ordnung. Obwohl man auch bemerken muss, dass eine Verlängerung möglich gewesen wäre. Die Truppe hat gekämpft, ich bin zufrieden mit dem Auftritt.“ Steffen Gloge war das Weiterkommen in der Nachbetrachtung schon recht wichtig. „Wir sind damit gut in die Saison gestartet, das macht mich glücklich. Wir wussten schon, dass der OSV sich wehren wird, das kann auch mal in die Hose gehen. Besonders unsere jungen Spieler haben heute einen guten Job gemacht.“

OSV Eberswalde: Michael Falz – Kevin Path, Alexander Kastrau, Stefan Erpenbeck, Jan Raband, Maik Pubanz, Mario Dehn, Denny Path (14. Olaf Gerischer), Davis Schanz, Michael Vorpahl, Dominik Pubanz (78. Brian Tauschwitz)

Beiersdorf: Veit Gumlich – Alpha Yaya Diallo, Toni Reske, Benno Bork, Muaawea Alsaleh (70. Jan Agha Nazari), Dennis Lehmann, Martin Lehmann, Wahid Sarwari, Eric Dupont, Kevin Büttner, Sven Schulz

Schiedsrichter: Lutz Kreutel (Bernau)

Zuschauer: 25 (bei freiem Eintritt)

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