„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 10“

Und das bei dieser „Glimme“ ….

Und wieder verschlug es mich nach Zepernick, wo die Einheit auf den bis dato ungeschlagenen und eigentlich als Abstiegskandidat gehandelten SV Rüdnitz/Lobetal traf. Die Einheit wurde ihrer Favoritenrolle, die vom Papier her eher den Gästen zustand, absolut und in der Höhe verdient gerecht.

3. Spieltag, Kreisoberliga OHV/BAR, Samstag, 31.08.2019 – Anstoß 15:00 Uhr, SG Einheit Zepernick – SV Rüdnitz/Lobetal 8:0

Es war schon eine derbe Klatsche, die sich die Jungs des SV Rüdnitz/Lobetal in Zepernick abgeholt haben. Die Truppe von Ulf Kerstan, die mit zwei Siegen sehr positiv in die Saison gestartet war und von Einheits Trainer Dirk Opitz mit einem Augenzwinkern vor dem Spiel die Favoritenrolle übergestülpt bekam, verlor die Partie auch in der Höhe absolut verdient. „Für mich ist Rüdnitz definitiv keine Laufkundschaft. Wer Leegebruch und Bergfelde besiegt, sollte schon beachtet werden“, zollte Opitz nach Spielende den Gästen seinen Respekt. Die Partie begann bei brütender Hitze verständlicherweise sehr verhalten und abtastend. Zepernick brauchte gute fünf Minuten, um der Begegnung den spielbestimmenden Stempel aufzudrücken. Mit dem Duo Alexander Knappe und Kevin Capolei hatte Einheit die Spielgestalter auf dem Platz, die schlussendlich den großen Unterschied ausmachten. Doch dieser Umstand kam in einigen Phasen kaum zum Tragen. Ansätze von Verspieltheit, die manches Mal auch übertrieben wurde, lähmten so ein wenig die Entfaltung der sich anbietenden Kollegen. Halbchancen bestimmten die Zepernicker Szenerie, in der sich Alexander Knappe mit einem Schuss aus spitzem Winkel, noch die nennenswerteste Möglichkeit erarbeitete (5.). Rüdnitz ließ nur einmal im gesamten Spiel aufhorchen, als Tobias Bauer mit sattem Schuss Einheit Keeper Steve Jarling erfolglos prüfte (23.). Zepernick drängelte verstärkt auf den Torerfolg und erzielte durch Patrick Kain in der 30. Minute das erlösende 1:0. Vorbereiter war Alexander Knappe, der sich zweikämpfend in den Strafraum tankte, abzog und Pech hatte, dass der gute Bennet Matthes den Ball an die Latte lenkte. Patrick Kain stand im Anschluss genau richtig und beförderte den Abpraller per Kopf ohne Mühe über die Linie. Die Aktion des Tages präsentierte Steffen Wolf mit einem Freistoßhammer aus 22 Metern, welcher das Quergebälk schon mächtig wackeln lies (33.). Einheit kratze weiter an der Trefferquote, doch bis zum Pausenpfiff wollte sich kein weiterer Erfolg einstellen. Mit dem Wiederanpfiff begann nun die große Leidenszeit der Gäste. Große Hitze, müde Beine, zwei verletzt ausgewechselte Spieler und Zepernick, nun mit mehr Spielfreude, hielten Rüdnitz in der Defensive mit der Agenda, nicht gänzlich unter zu gehen. Doch es brauchte bis zur 52. Minute, ehe Patrick Kain mit dem 2:0 die Gästeniederlage endgültig besiegelte. In der Folge blieb die Opitz-Truppe weiter im Vorwärtsgang und ließ dabei einiges kläglich liegen. Knappe, Opitz und Park waren diejenigen, die am auffälligsten „versiebten“. Max Gronski erhöhte, nachdem er den Ball über die Gästeabwehr befördert, aufgelegt bekam, auf 3:0 (63.). Mit der Auswechslung der beiden Spielgestalter Knappe (73.) und Capolei (75.) bekam der Zepernicker Auftritt noch einmal einen Schub. Die Tore fielen jetzt wie reife Früchte und wurden immer nach dem gleichen Schnittmuster vorbereitet. Die Defensivabteilung der Gäste musste jedes Mal hinterher schauen, wie sie überspielt oder mit einem Pass in die Tiefe ausgehebelt wurden. So trugen sich Lesley Park, der neben Kain auch zum Doppelpacker wurde (75., 83.), Philip Optiz, der nach einigen Versuchen wie befreit wirkte (79.), Stefan Schulz (81.) und Benedikt Schickram (86.) in die Torschützenliste ein. Bedanken konnte sich schlussendlich das Gästeteam beim eigenen Keeper und bei den Hausherren, die noch einige Hundertprozentige haben liegen lassen, dass es nicht zweistellig wurde. „Eigentlich bin ich sehr zufrieden. Doch die Abschlussschwäche ärgert mich schon enorm. Ich möchte aber nicht meckern, acht Tore muss man erst einmal erzielen. Spielerisch und auch konditionell sind wir gut drauf und damit auf einem guten Weg“, so die Analyse von Dirk Opitz nach Spielende. Sein Rüdnitzer Kollege Ulf Kerstan nahm die Niederlage ganz nüchtern. „Zepernick ist eine spielstarke Mannschaft, die haben ein sehr starkes Mittelfeld. Das hat uns heute gefehlt, weil wir keines hatten. Zwei Verletzte noch vor der Pause, dann die Hitze, das muss man erst einmal verkraften.“

Zepernick: Steve Jarling – Steffen Wolf, Kevin Capolei (57. Benedikt Schickram), Philip Opitz, Max Gronski, Lesley Park, Stefan Schulz, Patrick Kain (54. Fabian Kobel), Alexander Knappe (73. Dennis Grybowski), Niklas Liebenthal, Karsten Zootzky

Rüdnitz/Lobetal: Bennet Matthes – Nico Westphal, Moriz Klimke (36. Philipp Röpke), Ralf Kerstan, Daris Penka Fodjo, Tim Kronfeldt, Benjamin Bauer, Daniel Kröll, Tobias Bauer, Fabian Buckow, Pascal Schmidt (24. Rico Dumke, 63. Andre Jeremiasch)

Schiedsrichter: Michael Bergander (Biesenthal)

Zuschauer: 74

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