„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 11“

Aua, das tat weh ….

Und irgend wie scheint Zepernick so etwas wie meine neue zweite Heimat zu werden. Aber so richtig fast sich das doch noch nicht an. Ich bin dabei aber mal ganz frech, offen und ehrlich. Woanders, vor allem in Wandlitz, werde ich fast immer nach der offenherzigen Begrüßung mit einer Einladung zum Kaffee konfrontiert …. Dies so ganz nebenbei. Nun zum eigentlichen Spiel. Nach dem spektakulären Testspiel (Link), wo Zepernick in Britz recht knapp die Oberhand behielt, war es im Pokalwettbewerb „etwas“ klarer.

Kreispokal OHV/BAR, 2. Runde, Samstag, 07.09.2019 – Anstoß 15:00 Uhr, SG Einheit Zepernick – FSV Fortuna Britz 4:0

Einheit Zepernick wirft den Landesklassenvertreter aus Britz hochverdient aus dem Kreispokal und springt damit zurück in den Lostopf für die Auslosung zur nächsten Runde. Vom Papier her, war die Partie schon die Brisanteste des 2. Pokaldurchganges, doch vor Spielbeginn wurde eigentlich klar, dass auf Grund der personellen Probleme der Gäste die Erwartungshaltungen nicht in den Himmel sprießen konnten. „Wir haben einige Verletzte und deshalb sehe ich Zepernick schon in der Favoritenrolle“, hatte Britz Trainer Enrico Jürgen vor dem Anpfiff tiefgestapelt und schlussendlich damit Recht behalten. Denn vom Anpfiff weg bestimmte Einheit die Begegnung, kombinierte ansehnlich und zeigte damit selbstbewusst an, wohin die Reise gehen sollte. Den Chancen-Reigen eröffnete Kevin Capolei nach Flanke von Philip Opitz, doch sein schwacher Schuss landete in den Armen von Adrian Peters (9.). Nachdem die erste Angriffswelle der Hausherren etwas abebbte und Fortuna in Ansätzen besser in die Partie kam, schlug Patrick Kain zum ersten Mal zu und erzielte das 1:0. Der Britzer Ballverlust, das schnelle Umschalten der Hausherren über die rechte Seite mit folgender Flanke, nutze Kain völlig frei, um seine Zepernicker auf die Siegerstraße zu bringen (12.). Britz kam in der Folge kaum noch in die Entlastung, nahm den Abwehrkampf an, konnte aber trotzdem einige verheißungsvolle Abschlüsse der Zepernicker nicht verhindern. Und dabei offenbarte der Kreisoberligist bei seinem sehr ansehnlichen Auftritt den einzigen Mangel – die Chancenverwertung. Die Gäste, die im Übrigen im ersten Durchgang durch Erik Klein nur einen nennenswerten Abschluss hatten, konnten sich schon glücklich schätzen, nicht noch höher im Rückstand zu liegen. Alexander Knappe und seine Offensivmitstreiter hatten einiges im Petto, doch Ansätze von Schlampigkeit und fehlender Abgezocktheit erzeugten nur eine knappe Pausenführung auf der Anzeigetafel. Nach Wiederanpfiff sahen die 65 Zuschauer das gleiche Bild. Einheit blieb weiter im Vorwärtsgang mit guten Chancen, aber ohne positiven Ertrag. Schlussendlich musste ein Foul-Strafstoß herhalten, den Alexander Knappe beim Eindringen nahe der linken Torauslinie herausholte und Patrick Kain im zweiten Versuch im Britzer Kasten unterbrachte. Den eigentlichen Elfer hatte Adrian Peters hervorragend gehalten, doch Kain blieb hellwach und versenkte den zurückspringen Ball zum verdienten 2:0 (52.). Mit dem Wissen und der Überzeugung des sicheren Sieges schraubte Einheit seine Intensität etwas herunter. Britz bekam nun mehr Raum und verschaffte sich damit etwas mehr Luft. Lesley Park, der das 3:0 in der 63. Minute erzielte, hatte bei seinem Treffer schon viel Glück im Gepäck. Den Freistoß, den er direkt aufs Tor brachte und am Innenpfosten landete, wäre ohne Gästekeeper Peters wohl wieder ins Feld zurückgesprungen. Doch Peters stand zu seinem Pech genau dort, wo die Kugel hinsprang und bugsierte den Ball von seinem Rücken unglücklich ins eigene Tor. Die Begegnung verflachte nun immer mehr. Britz kam zu ein paar Halbchancen, schaffte es aber nur noch einmal, wiederum durch Erik Klein, gefährlich zu werden. Stattdessen erzielte Einheit noch das 4:0 durch den eingewechselten Benedikt Schickram, der Nutznießer eines Fehlpasses von Fortunas Torsteher Peters wurde (90.+4). „Unter den genannten Umständen hatte ich schon mit einer Niederlage gerechnet. Vielleicht ist das Ergebnis etwas zu hoch. Aber auf Grund der guten Schlussviertelstunde meiner Jungs hätten wir schon einen Treffer verdient.“, so Enrico Jürgens in seinem Statement nach Spielende. Co-Trainer Lucio Geral, der seinen Chef Dirk Opitz urlaubsbedingt vertrat, fand in seiner Analyse kaum Negatives. „Ich bin sehr zufrieden und stolz, dass wir einen Landesklassenvertreter so beherrscht haben. Wir haben es über die gesamte Spielzeit sehr erwachsen gespielt, in der Höhe verdient gewonnen und auch gezeigt, dass wir den Pokal sehr ernst nehmen. Die Chancenverwertung ist immer noch unser Manko, da fehlt uns schon noch etwas an Selbstvertrauen. Trotzdem sind wir froh, dass wir uns so viele Chancen erarbeitet haben.“ Einen konkreten Wunschgegner wollte Geral nicht nennen. „Wir würden uns über eine höherklassige Mannschaft freuen, aber auch Schönow kann es gerne sein.“   

Zepernick: Steve Jarling – Steffen Wolf, Kevin Capolei (65. Philipp Engel), Eric Schneider, Philip Opitz, Max Gronski (46. Niklas Liebenthal), Lesley Park, Dennis Grybowski, Stefan Schulz (77. Benedikt Schickram), Patrick Kain, Alexander Knappe

Britz: Adrian Peters – Stefan Schmude, Oliver Haase, Mattis Preuß, Maximilian Roch (67. Max Schulz), Erik Klein, Paul Halgato-Jung, Tristan Dieck, Philipp Neumann, Robert Samuel, Felix Kasch

Schiedsrichter: Stefan Kotte (Berlin)

Zuschauer: 65

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