„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 14“

naja ….., verdient war es aber.

Tja, im Mannschaftsbus der Britzer war dann noch ein Platz frei, da habe ich mein Kfz im Klima-Bewusstsein stehen lassen und bin nach dem Barnim-Derby von Wandlitz aus mitgefahren. Geschlafen habe ich dann die ganze Woche auf einer Parkbank am Britzer Bahnhof.

Stimmt natürlich nicht, dazu bin ich viel zu sehr „Heimschläfer“. Doch wenn ich vorher gewusst hätte, was mich auf dem Sportplatz in der Weberstraße für 90 Minuten erwarten, wäre ich lieber auf der heimischen Couch geblieben …   

6. Spieltag, Landesklasse Nord, Samstag, 28.09.2019 – Anstoß 15:00 Uhr, FSV Fortuna Britz – FSV Blau-Weiß Wriezen 2:1

Den Aufprall des Steins, der Fortuna-Coach Enrico Jürgens nach Spielende vom Herzen fiel, war bis zum Britzer Bahnhof zu hören. Seine Truppe hatte nach einem Kraftakt, besonders in der Schlussviertelstunde, den Bock umgestoßen und den zweiten Dreier der Saison eingefahren. „Ich bin erst einmal überglücklich. Ich hoffe, wir können in einer Woche, wieder mit einem Heimspiel, dann gegen Angermünde, das Ding versilbern“, sagte er sichtbar gestresst, aber mit einem breiten Grinsen. Für Wriezen, die sehr positiv in die Saison gestartet waren und nach drei Spieltagen „Platz an der Sonne Luft“ schnuppern durften, zeigt sich die tabellarische Kurve nach nun drei Niederlagen am Stück auf dem absteigenden Ast. Dabei begann die Partie für die Gäste wunschgemäß. Ein Diagonalball aus dem rechten Halbfeld landete bei Kilian Karpe, der sträflich frei zum Abschluss kam und somit das frühe 1:0 erzielte (3.). Bereits zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass diese Partie zum Kampfspiel werden würde. Denn die bis dato stattfindenden Zweikämpfe waren nicht nur zu sehen, sondern auch auf Grund des klappernden Schuhwerks zu hören und für einige Spieler auch zu fühlen. Der weitere Verlauf, in dem sich Fortuna als spielbestimmende Einheit zeigte, brachte kaum Zählbares auf den Notizzettel und ließ die Begegnung immer mehr zum Krampf werden. Robert Samuel, der mit einem langen Ball auf die Reise geschickt wurde und nur das Außennetz traf, hatte die erste nennenswerte Möglichkeit für das Heimteam (14.). Blau-Weiß, mit dem schnellen und oft schwer zu stellenden Kilian Karpe, blieb in seltenen Vorwärtsgängen nicht ungefährlich. Ein Freistoß, dessen Ausführung die Gäste scheinbar irritierte, brachte den verdienten Ausgleich. Felix Kasch hatte sich die Kugel bereitgelegt und zum Anlauf Stellung bezogen. Doch Patrick Kirsten zog ab und markierte flach direkt an der Mauer vorbei das vielumjubelte 1:1 (25.). Der einsetzende, zum Teil sehr stark werdende, Regen ließ das Spiel noch schwächer werden. Schiedsrichter Christian Winkler wurde mehr und mehr zum Gesprächsstoff, obwohl er keine gravierenden Fehler machte. Folgerichtig reagierte er mit der ein oder anderen Verwarnung und versuchte damit die Gemüter zu beruhigen, was nur schwer gelang. Auch nach dem Wiederanpfiff, zu dem Wriezens Coach Thomas Admaski zweimal wechselte, wurde es nicht besser. Kampf, Krampf und Diskussionen bestimmten weiter das Geschehen, obwohl die nun zurückgekehrte Sonne endlich hätte Licht ins Dunkle bringen können. Fortuna führte weiter Regie und belohnte sich mit dem 2:1. Christian Tobien hatte sich auf der rechten Seite das Spielgerät erkämpft und zur Grundline durchgetankt. Seine Flanke erreichte Robert Samuel, der keine Mühe hatte den Ball im Netz unhaltbar unterzubringen (54.). Britz suchte die Entscheidung und kam in der Folge auch zu Möglichkeiten, den Sack endgültig zuzumachen. Wriezen wirkte müde und zeigte in der Körpersprache nicht wirklich an, am Ergebnis etwas ändern zu wollen. Mit der Einwechslung von Christian Kamp eine Viertelstunde vor Ultimo, stellte Thomas Adamski auf Dreierkette um und hoffte damit mehr Offensivpower auf den Platz zu bekommen. Die Rechnung ging auch weitestgehend auf. Für Fortuna wurde es eine leidenschaftliche Abwehrschlacht, in der Blau-Weiß zwar drängelte, aber nur einmal gefährlich wurde. Friedrich Tänzer hatte die Möglichkeit zum Ausgleich, doch sein Schuss aus vollkommen freier Position passierte recht kläglich die obere Etage des Britzer Kastens (79.). „Für mich war der Sieg verdient, allein schon, weil wir wesentlich mehr investiert haben. Ich bin schon stolz auf meine Jungs“, sagte Jürgens zur Partie und herzte dabei jeden seiner vorbeikommenden Spieler, um dann noch etwas Unverständnis loszuwerden. „Etwas irritiert hat mich allerdings beim Abklatschen die Aussage meines Wriezener Trainerkollegen, der meinte, dass wir bei einem anderen Schiedsrichter wohl nicht gewonnen hätten.“

Britz: Adrian Peters – Mattis Preuß, Sebastian Peters, Patrick Kirsten, Paul Halgato-Jung, Jonas Fritzsche, Tristan Dieck, Jakob Scheuerecker, Robert Samuel, Felix Kasch, Christian Tobien

Wriezen: Adreas Elischer – Benno Haferbecker, Matthias Krüger, Hannes Medejczyk, Friedrich Tänzer, Kilian Karpe, Christopher Baatz, Anton Seyfarth, Dustin Schumann, Paul Stiehm, Niklas Fritsche

Schiedsrichter: Christian Winkler (Wittstock)

Zuschauer: 60

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