„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 21“

gefeiert wurde trotzdem ….

Da ist er nun, der 2. Teil der Wandlitzer Doppelveranstaltung. Bei miesem Wetter untermauerte die Eintracht mit vollster Inbrunst wieder einmal ihren Ruf als „Aufholjagd-Truppe“, dies aber auch mit einem faden Beigeschmack, den die Gäste dann letztendlich selber organisierten.

11. Spieltag, Landesklasse Nord, Samstag, 09.11.2019 – Anstoß 14:00 Uhr, 1. FV Eintracht Wandlitz – SV Blau Weiß 90 Gartz 4:3

Eintracht Wandlitz gewinnt in der Landesklasse Nord das Mittelfeld-Duell zwar glücklich, aber auf Grund der personellen disziplinarischen Umstände bei den Gästen im ersten Durchgang nicht unverdient. Für die Eintracht bedeutet dieser Dreier ein Abbremsen der tabellarischen Talfahrt, nach dem die letzten beiden Partien verloren gingen und man wegen dem bröckelnden Selbstbewusstsein, auch angesichts der Verletzungsmisere, unbedingt ein Erfolgserlebnis brauchte. Die Partie begann auf Augenhöhe, wobei die Gäste doch etwas strukturierter daherkamen. Der tiefe Boden und der einsetzende Regen ließ aber nur ein Kampfspiel zu, welches beide Vertretungen auch annahmen und vornehmlich, ohne großen Raumgewinn, im Mittelfeld auslebten. Bis auf ein paar wenige Halbchancen passierte die ersten zwanzig Minuten nur wenig. Das erste Ausrufezeichen setzte Blau-Weiß Oldie Nico Wendlandt per Kopf nach einem Eckball, mit dem er den Wandlitzer Keeper Dominique Michael Adam zur Glanztat zwang (20.). Die größte Wandlitzer Möglichkeit im ersten Durchgang hatte Manuel Thomas nach einer Flanke von Marcel Petrahn, als er vollkommen frei die Kugel an die Latte setzte (25.). Nur eine Minute später bereitete ein langer Ball aus dem linken Halbfeld die Gästeführung vor. Lukasz Jasiak, als Empfänger, hatte alle Freiheiten, um in Ruhe den Ball anzunehmen und in die Maschen zu jagen (26.). Die Partie zog in der Folge an, besonders im rustikalen Zweikampfverhalten. In diesem Punkt agierte Blau-Weiß in mehreren Situationen über dem erlaubten Maße und verlor mit Michael Stein per Ampelkarte (41.) und Tommy Wohlleben, der Roman Schmidt rüde von den Beinen holte und glatt Rot sah (45.+1), zwei seiner wichtigsten Akteure. Für den zweiten Durchgang hatten die Gäste der Eintracht damit einen Vorteil serviert, der Motivation genug sein sollte. Doch keine 120 Sekunden nach Wiederanpfiff zog in Wandlitz Ernüchterung ein. Pawel Jan Mroz hatte auf 2:0 erhöht, als er aus zwanzig Metern abzog und der Ball leicht abgefälscht am irritierten Eintracht Schlussmann Adam vorbei im Netz einschlug. Die Eintracht schüttelte sich ein paar Augenblicke und kam durch Pascal Böß, der nach einer Kopfballstafette frei zum Schuss kam, auf 1:2 heran (51.). Marcel Petrahn, der auffälligste Akteur der Heimtruppe, mutierte in der Folge zum Flankengeber im Minutentakt. Einer der erfolgreichen Abnehmer war Roman Schmidt, der per Kopf den Ausgleich erzielte (57.). Wandlitz kratzte mächtig am Führungstreffer und kassierte in der 71. Minute den nächsten Nackenschlag durch Nico Wendlandt, der einen Konter zur erneuten Gästeführung abschloss. Aber auch Eintracht konnte zurückschlagen. Petrahn, immer noch im Flankenmodus, erreichte Pascal Böß, der per Kopfball zum zweiten Mal einnickte (75.). Blau-Weiß merkte man nun doch die personelle Reduzierung an, besonders im Kräfteverschleiß. Wandlitz blieb am Drücker und schaffte doch noch den Siegestreffer. Marcel Petrahn krönte seine sehr gute Leistung mit dem 4:3. Diesmal wurde er per Flanke versorgt und konnte ebenfalls per Kopf den Endstand herstellen (82.). „Drei Punkte, alles andere ist egal. Nach dem Wie fragt später keiner mehr“, hatte Paul Roller seinem Chef Matthias Händler nach dem Schlusspfiff zugerufen. Doch der Trainer sah dies in seiner Analyse ganz anders. „Wenn man gegen neun Spieler zwei Gegentore kassiert, dann haben wir uns ganz bestimmt nicht mit Ruhm bekleckert. Wir nehmen die drei Punkte gerne mit. Ich denke aber, wenn Gartz sich nicht selbst dezimiert hätte, wäre das Spiel bestimmt nicht so ausgegangen. Ich weiß nicht wirklich, ob ich mich freuen soll.“

Wandlitz: Dominique Michael Adam – Daniel Langrock, Steffen Philipp Hennig, Marcel Petrahn (88. Florian Liebich), Roman Schmidt, Pascal Sorgatz, Nico Rücker (57. Adrian Fischer), Paul Roller (90. Philipp Ertelt), Manuel Thomas, Kevin Schwabe, Pascal Böß

Gartz: Andy Ludwig – Sebastian Daniel Kmetyk, Eric Duckert, Tommy Wohlleben, Pawel Jan Mroz, Andreas Achterberg, Nico Wendland, Lukasz Jasiak, Michael Stein, Jakub Mielnik (77. Sascha Spann), Mateusz Krol

Schiedsrichter: Marc Loßner (Neuenhagen)

Zuschauer: 40

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