„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 24“

Hoppla …, ob das gut geht?

Ein sehr gepflegter Rasenplatz erwartete mich zum Kreisoberligaspieltag in Lobetal. Dort fahre ich eigentlich auch gerne hin, obwohl einem bei den Spielen oft nur Magerkost geboten wird. Ganz so schlimm war es dieses Mal aber nicht. Was mir aber mächtig auf die Nüsse ging, war das „Kindergarten-Gehabe“ des Gästetrainers, der mir eine Spielanalyse im Nachgang der Partie auf Grund von Missverständnissen bei der Berichterstattung in der Saisonvorbereitung verweigerte. Schlussendlich hatte er dies aber umsonst.

12. Spieltag, Kreisoberliga OHV/BAR, Samstag, 23.11.2019 – Anstoß 14:00 Uhr, SV Rüdnitz/Lobetal – 1. FC Finowfurt 2:1

Der SV Rüdnitz/Lobtal holt verdient drei wichtige Punkte gegen den Aufsteiger und Mitkonkurrenten aus Finowfurt im Kampf um den Klassenerhalt. Für die Doppeldörfler bedeutet dies erst einmal ein Platz im gesicherten Mittelfeld, der 1. FC hingegen rutscht tabellarisch weiter ab und schaut auf Grund der Ergebnisse der Mitstreiter im Abstiegskampf nicht wirklich guten Zeiten entgegen. Dabei waren die äußeren Bedingungen mehr als hervorragend, Herbstsonne und ein Rasenplatz, der zu dieser Jahreszeit wohl seines Gleichen sucht. Doch erwärmen konnte der erste Durchgang wirklich keinen der 31 Zuschauer. Es war eine Partie auf Augenhöhe, die in der Qualität aber nicht allzu hoch angelegt war. Chancenflaute, hüben wie drüben, wobei Finowfurt in der Spieldominanz eine kleine Schippe besser war. Die erste und einzig nennenswerte Möglichkeit der Heimelf in der ersten Halbzeit resultierte aus einem direkt aufs Tor geschossenen Freistoß durch Fabian Schulz. Dabei hinterließ Gästekeeper George Burghause nicht den sichersten Eindruck, als er die Kugel nicht festhielt, dann an den Pfosten lenkte und erst im Nachfassen die Gefahr aus der Situation nahm (12.). Fast aus dem Nichts fiel dann die Gästeführung. Ein sicher geglaubter Ball an der rechten Strafraumseite der Hausherren und ein energisches Nachsetzen mit Balleroberung und folgendem Rückpass zum freistehenden Jens Rohrbeck, der nicht lange fackelte und unhaltbar einnetzte, brachte Rüdnitz den ernüchternen Rückstand (21.). Die Führung beflügelte den Aufsteiger in der Folgezeit, der nun die Regie übernahm und die Abstiegskampf erprobten Rüdnitzer immer mehr zu Fehlern zwang. Doch für einen möglichen Kapitalertrag fehlte den Gästen die Qualität. Zum Wiederanpfiff änderte sich das Bild vollkommen. Heimtrainer Ulf Kerstan hatte seine Jungs neu eingenordet und mehr Mut mit auf den Weg gegeben. „Wir wollten das Spiel schon etwas verhaltener angehen und nicht gleich ins offene Messer laufen. So war der Plan“, erzählte er nach Spielende. Rüdnitz ließ nun den blutleeren Auftritt vor dem Pausenpfiff vergessen, brachte Geschwindigkeit in die Partie, mit der die Gäste erst einmal gar nicht zurechtkamen. Die Abschlüsse auf das Gehäuse von Burghause nahmen zu, genauso wie die Gefährlichkeit. Tobias Bauer hatte in der 52. Minute nach einem Diagonalball den Ausgleich auf den Schlappen, verpasste das Tor dabei nur um Zentimeter. Die Belohnung des nun engagierten Auftritts folgte in der 65. Minute. Fabian Schulz staubte ab, als der Ball nach einem Kopfballduell am Pfosten landete, ins Feld zurücksprang und er am schnellsten reagierte. Rüdnitz drängelte schon gewaltig und ließ dem Aufsteiger kaum Möglichkeiten ins Spiel zurückzukommen. Einer der seltenen Gästekonter hätte fast die erneute Führung gebracht. Jens Rohrbeck war nach einer flachen Eingabe sträflich frei eingelaufen und schlug, sehr zum Glück der Heimelf, über den Ball und ließ somit eine hundertprozentige Möglichkeit liegen (73.). Nur drei Minuten später war es dann um die Finowfurter geschehen. Schlechte Abwehrarbeit und inkonsequente Situationsbereinigung eröffneten Philipp Röpke die Möglichkeit aus 12 Metern abzuziehen und seine Truppe endgültig auf die Siegerstraße zu bringen. Die Schlussminuten gehörten dann klar den Hausherren. Finowfurt wirkte müde und in der Körpersprache nicht wirklich motiviert, der Partie wenigstens noch ein Unentschieden abzuringen. Rüdnitz hingegen stürmte weiter und hätte allein durch Benjamin Bauer, der Gästetorsteher Burghause noch mehrmals prüfte und scheiterte, ein klareres Endergebnis erzielen können. „Wir brauchen schon zehn zwölf Chancen, um zwei Tore zu erzielen“, sagte Ufl Kerstan mit einem Augenzwinkern in seiner Analyse. „Ich denke, das haben die Jungs dann in der zweiten Halbzeit ganz gut gemacht. Vor der Pause war das zu einfach wenig und dann fangen wir noch das dumme Gegentor“, legte er noch nach. Gästetrainer Frank Gartzke war leider zu keinem Statement bereit.

Rüdnitz/Lobetal: Andre Jeremiasch – Moritz Klimke, Ralf Kerstan, Oliver Eckert, Fabian Schulz, Benjamin Bauer, Tobias Bauer, Tim Kronfeldt (87. Timo Seifarth), Pascal Schmidt (70. Florian Wegner), Paul Langer, Philipp Röpke

Finowfurt: George Burghause – Stefan Eliger (46. Diego Rosse), Tim Westerkamp, Maik Diezel, Maximilian Walter, Justin Buti, Paul Schuster, Benjamin Schulz, Alexander Targatz (77. Tim Schulz), Jens Rohrbeck, Enrico Jenning

Schiedsrichter: Birk-Guido Stargard (Hennigsdorf)

Zuschauer: 31

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