„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 30“

Er glänzte genauso wie GWA an diesem Tag ….

Nach dem Ahrensfeldes erste Garnitur in der Hinrunde so ein wenig den eigenen Erwartungen hinterher hinkte, spielerisch und auch ergebnistechnisch ins Mittelmaß abgerutscht war, schwebte schon ein Hauch von Nervenflattern durch die Erwartungshaltung zum ersten Auftritt im Jahr 2020. Am Ende stand eine „Klare Kiste“ auf der Anzeigetafel, die so gegen den Tabellenführer der Landesliga Süd in keinster Weise zu erwarten war.    

Testspiel, Samstag, 25.01.2020 – Anstoß 14:00 Uhr, SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde – SV Frankonia Wernsdorf 6:2

Mit dem ersten Test im neuen Jahr setzt Ahrensfelde schon mal eine Hausmarke. Denn der klare Sieg gegen den Tabellenführer der Landesliga Süd, welcher kurzfristig für die personalbedingten Absager aus Wandlitz einsprang, war so sicherlich nicht zu erwarten. Sven Orbanke, der Coach der Grün-Weissen, wollte dies aber auch nicht überbewerten und von einer Wende sprechen. “Sicherlich bin ich zufrieden. Wir haben heute in der Defensive einiges ausprobiert, mit Dreierkette im Ballbesitz und im Rückwärtsgang mit fünf Leuten verteidigt. Das hat schon gut funktioniert.“ Ahrensfelde begann druckvoll, mit Leidenschaft und einer Körpersprache, die oft in der Hinrunde vermisst wurde. Frankonia zeigte sich schon beeindruckt, spielte aber in den Anfangsminuten noch fleißig mit. Blenard Colaki hatte dann in der 10. Minute mit einem Heber über Gästekeeper Prominski die erste nennenswerte Möglichkeit. Doch in gemeinschaftlicher Arbeit holten die Gäste den Ball kurz vor dem Einschlagen aus der Gefahrenzone. Bennet Wengler hatte im Gegenzug die erste Chance für seine Frankonia, verzog aber doch recht eindeutig. Der Freistoß, flach getreten von Alexander Kaatz aus gut 20 Metern aus halbrechter Position, brachte die verdiente Führung für die Hausherren (16.). Der Stempel, den Grün-Weiss dem Spiel nun aufdrückte, wurde immer größer und zeigte sich auch verdient in der Torausbeute. Blenard Colaki sprühte dabei voller Elan und wurde in der Folge zum auffälligsten Heimakteur. Er erzielte die Tore Zwei und Drei (17., 25.) und zeigte sich besonders beim 2:0 hellwach, als er in einen Rückpass der Gäste sprintete und zum Torerfolg kam. Zwischenzeitlich hatte Bennet Wengler den Anschlusstreffer erzielt, als er nach einem Eckball aus spitzem Winkel vollendete (18.). Doch der Gegentreffer bereitete dem sehenswerten Ahrensfelder Auftritt keinen Abbruch. Die blieben in einer Partie, die schon klaren Wettkampfcharakter zeigte, weiterhin im Vorwärtsgang und führten zur Pause hochverdient mit 5:1 durch Tore von Nick Meißner und Steven Knörnschild (32., 44.). Es hätte aber noch schlimmer für die Gäste kommen können. Denn den Foulstrafstoß, bei dem Marc-Nelson Grzyb in Gästetorhüter Prominski seinen Meister fand, konnte man schon als hundertprozentige Möglichkeit bezeichnen. Zum Wiederanpfiff wechselte Ahrensfelde zweimal aus und Frankonia brachte fünf frische Kräfte. Die Kräfteverhältnisse änderten sich nun leicht zu Gunsten der Gäste, die nun besser in der Partie waren. Doch Ahrensfeldes Defensive verrichtete einen sicheren Job, kam aber im Vorwärtsgang nur noch sporadisch zu Möglichkeiten. Foday Daboe übernahm nun die Verantwortung beim Strafstoßschießen, nach dem Colaki unsanft von den Beinen geholt wurde und erzielte sehr souverän und abgeklärt das 6:1 (62.). Frankonia schaffte noch die Ergebniskosmetik zum Endstand von 6:2, wiederum erzielt durch Bennet Wengler, blieb aber in der Folge weiterhin in der Kreation von Abschlüssen recht blass. Allein Blenard Colaki war es in der Schlussphase vorbehalten das Ergebnis, um mindestens zwei Tore zu erhöhen. Doch er scheiterte schon recht kläglich, als er es wieder mit einem Heber versuchte und den Ball neben den Kasten setzte, und sich in gleicher Minute Einschuss bereit den Ball vom eingewechselten Gästekeeper Kammler von den Töppen nehmen ließ (76.). „Es hört sich zwar komisch an, aber ich bin nicht böse, dass wir mit so einem Ergebnis in die Testspiele gestartet sind. Die sehr gute Hinrunde mit der Tabellenführung ließ einige meiner Jungs schon abheben. Damit sind wir hoffentlich wieder in der Realität angekommen“, so Frankonias Verantwortlicher Nobert Welzel kurz nach Spielende. Sven Orbankes Rückblick auf die Partie sah schon viel Gutes. „Wir waren gerade in der ersten Halbzeit sehr aggressiv unterwegs, hatten dabei viel Tempo und haben sehr ordentliche Zweikämpfe geführt. Ich denke die Höhe des Ergebnisses geht auch so in Ordnung. Für den ersten Test kann man schon zufrieden sein.“

Am kommenden Mittwoch (29.01.2020) steht für Grün-Weiss der nächste Gradmesser auf dem Plan. Dort kommt der Ortsnachbar und Brandenburgligist FSV Bernau in die Ahrensfelder Jahnsporstätte. Anpfiff ist 19:30 Uhr.

Ahrensfelde: Dominik Vollmer – Leandro Rodriguez Weber, Hagen Opitz, Nick Meißner, Alexander Kaatz, Arianit Cocaj (46. Lamin Ceesay), Blenard Colaki, Steven Knörnschild, Marc-Nelson Grzyb (46. Thomas Stolz), Foday Daboe, Sebastian Simon

Schiedsrichter: Michael Wendorf (Pausin) – sehr gut!

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