„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 31“

Hut ab, vor dem Vorsitzenden des Fussballkreises Oberhavel/Barnim, der nebenbei noch als Referee unterwegs ist und sich bei dem vorherrschenden „Sauwetter“ bereit erklärte für einen ausgefallenen Kollegen einzuspringen.

Zum sonntäglichen „Mittags-Verdauchen“ verschlug es mich nach Bernau-Rehberge auf den schönen Kunstrasenplatz, der sowohl vom FSV Bernau und dem BSV Rot-Weiß Schönow genutzt wird. Letzter hatte sich zum freundschaftlichen Vergleich den Landesklassenvertreter Fortuna Britz eingeladen. Schlussendlich wurde es ein Nachmittag bei grausamem Wetter mit zwei Mannschaften, welche unter der Schlagzeile „Not-Elf gegen noch mehr Not-Elf“ antraten und diesen Mangel auch irgendwie nicht loswurden.

Testspiel, Sonntag, 02.02.2020 – Anstoß 14:00 Uhr, BSV Rot-Weiss Schönow – FSV Fortuna Britz 4:1

Das Barnim interne Testspiel-Derby gewinnt der vor Saisonbeginn als Aufstiegskandidat hochgehandelte Kreisoberligist aus Schönow hochverdient. „Wir befinden uns seit einer Woche im Training, da kann man schon zufrieden sein. Obwohl uns einige Akteure durch Krankheit und die Ferienzeit noch nicht zur Verfügung stehen“, sagte Schönows Trainer Tobias Robel im Nachgespräch. Er verwies dabei aber auch darauf, dass er den klaren Erfolg gegen den abstiegsbedrohten Landesklassenvertreter keinesfalls überbewerten möchte. Denn das Britzer Team kämpft zurzeit genauso mit krankheitsbedingten Ausfällen, vor allem aber mit Langzeitverletzungen. „Unser heutiger Altersdurchschnitt betrug knapp über zwanzig Lenze, da kann man noch nicht allzu viel verlangen,“ brachte es Sven Krumbach auf den Punkt, der Enrico Jürgens urlaubsbedingt vertrat. Die Partie begann bei Dauerregen auf dem Bernau-Rehberger-Kunstrasenplatz recht schleppend und wurde diesen Makel über die komplette Spielzeit nur selten los. Dabei war Schönow in ständigem Vorwärtsgang, ohne aber den jungen Gästekeeper Nick Verbeek groß in die Beschäftigung zu zwingen. Zwar lag die Heimtruppe nach einer knappen Viertelstunde mit zwei unhaltbaren Treffern in Front, Rick Roelofs aus dem Spiel (8.) und Hannes Krüger direkt per Freistoß (13.), doch mehr Zählbares wollte bis zum Pausentee nicht gelingen. Britz hingegen war fast ausschließlich mit dem Fernhalten der Schönower vom eigenen Kasten beschäftigt und präsentierte sich, bis einen vielversprechenden Torschuss durch Muhammed Keita, in der Offensive nur in Mini-Ansätzen (25.). Mit dem zunehmenden Regen in Halbzeit zwei, nahm die Qualität der Partie merklich ab. Einzig Hubertus Zschorlich, der Schönower Keeper des ersten Durchganges, der nun in die Angriffsspitze wechselte, brachte ein wenig Gefährlichkeit in die Bemühungen des Kreisoberligisten. In der 73. Minute wurde er sehenswert im Strafraum angespielt und vollendete in Stürmermanier zum 3:0. Nur 180 Sekunden später wurde er kurz hinter der Strafraumgrenze durch Festhalten zu Fall gebracht und übergab die Verantwortung der Strafstoßausführung, obwohl er selbst aufgefordert wurde, an den jungen Linksaußen Pascal Bettge. Bettge trat an und versenkte die Kugel unhaltbar ins linke untere Eck. Die Begegnung war längst entschieden, hatte aber noch einen sehenswerten Höhepunkt. Und den präsentierte der Britzer Jonas Fritzsche, als er an der rechten Strafraumspitze Maß nahm und die Kugel platziert im linken oberen Tor einschlagen ließ (83.). „Unzufrieden war ich heute nicht. Trotzdem wird es sehr schwer werden die Klasse zu halten. Uns ist eine ganze Achse von gestandenen Spielern durch Verletzungen weggebrochen. Nur mit jungen Spielern, naja, wir wollen auf jeden Fall drinbleiben“, so Sven Krumbach mit einem Blick Richtung Rückrunde. Viel kleinere Probleme dagegen hat Tobias Robel, der mit seiner Truppe im Ligabetrieb irgendwie nur noch um die „Goldene Ananas“ spielt. „Wir müssen die Jungs bei Laune halten und wollen vor allem unsere Zweite unterstützen, die ja bekanntlich um den Aufstieg spielt. Und natürlich Zepernick ärgern“, schob er noch mit einem Augenzwinkern hinterher.

Schönow: Hubertus Zschorlich (46. Enrico Müller) – Marcus Croonenbrock, Rik Roelofs (35. Lukas Lang), Paul Balzar, Emurla Musa (46. Kay Mieske), Hannes Krüger, Mark Thieme, Alexander Brösel, Pascal Bettge, Peter Erdmann, Paul Paasche

Britz: Nick Verbeek – Max Wörpel, Oliver Haase, Mattis Preuß, Sebastian Peters, Paul Halgato-Jung, Jonas Fritzsche, Muhammed Keita, Robert Samuel, Felix Kasch, Tim Franken

Schiedsrichter: Michael Reichert (Borgsdorf)

Zuschauer bei freiem Eintritt: 16

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