„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 36“

Jubel-Arie nach dem Tor des Tages ….

Flutlichtspiel in Brandenburgs höchster Spielklasse (Stopp), der FSV Bernau mit katastrophaler Hinrunde wollte Wiedergutmachung zum Rückrundenstart (Stopp), Altlüdersdorf als Favorit angereist, verlor die Partie und zusätzlich zwei Spieler durch Platzverweise (Stopp) …, so die Infos zum Spiel im altehrwürdigen Telegrammstil.

17. Spieltag, Brandenburgliga, Freitag, 28.02.2020 – Anstoß 19:30 Uhr, FSV Bernau – SV Altlüdersdorf 1:0

Der FSV Bernau kann doch noch gewinnen. In einer umkämpften und gerade von den Hausherren leidenschaftlich geführten Partie am Freitagabend auf dem Kunstrasenplatz in Bernau-Rehberge konnte sich das Team von Trainer Matthias Schönknecht ganze zweimal freudestrahlend in den Armen liegen. Zum Einem beim Tor des Tages, welches Damir Coric schon früh per Kopf nach einem Eckball erzielte (13.) und vor allem nach Spielschluss, als man der Hoffnung auf den Klassenerhalt neue Nahrung gegeben hatte. „Erst einmal bin ich überglücklich, dass wir das heute hier geschafft haben. Nach der sehr guten Leistung der Vorwoche in Neuruppin haben wir uns das auch verdient“, waren die ersten Worte von Schönknecht nach dem Abpfiff, dem man die Erleichterung sichtbar ansah. Die Partie begann mit intensiv vorwärts marschierenden Hausherren, die im engagierten Auftritt keinen Zweifel aufkommen ließen, die Not des Abstieges bekämpfen zu wollen. Schon in der ersten Spielminute kratzte Phillipp Pönisch am Torerfolg, als er im Fünfmeterraum liegend keinen richtigen Druck auf den Ball bekam und schlussendlich Altlüdersdorfs Keeper Walter keine Probleme hatte, die brenzliche Situation zu entschärfen. Die Gäste hingegen übten sich in Geduld und versuchten über die spielerische Linie Hoheit in die Begegnung zu bekommen. Dies gelang aber überhaupt nicht, was sich so ein wenig durch den Rückstand in 13. Minute rächte. Der Treffer brachte Altlüdersdorf nun zwangsweise in die Partie und auch in die Regieübernahme. Bernau machte aber auch den Fehler sich zurückzuziehen und in der Offensive mit langen Bällen, die beim Abnehmer oft im Abseits landeten, zu operieren. So wurde der Gästedruck zunehmend größer, aber besonders brenzlich wurde es für der FSV nicht. Zum Wiederanpfiff gestaltete sich die Partie zwar weiterhin sehr intensiv, aber auch sehr zerfahren. Hinzu gesellten sich besonders vom FSV sehr aggressiv geführte und immer an der Kante gestrickte Zweikämpfe, die den Gästen gar nicht schmeckten und einige Male in Diskussionsrunden mit Rudelcharakter gipfelten. Altlüdersdorf hatte nun mehr vom Spiel und drängelte mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe auf den Ausgleich. Doch Bernau war vielbeinig in der Abwehr bemüht und hatte mit Keeper Danny Kempter einen starken Rückhalt. Für die Barnimer, die nur noch sporadisch vor das Gästetor kamen, sprach schlussendlich die fortschreitende Zeit und ein Gästeteam, dass einfach in der Offensive nicht zwingend genug am Drücker war. Ein Zweikampf kurz hinter Mittelline, bei dem sich beide Gegenspieler umrissen, mutierte zu einer Gesamtruddelbildung. Das Schiedsrichterteam, gemeinsam mit der Ordnerschaft, brauchte schon großen Aufwand, um die Gemüter zu beruhigen. Letztendlich musste Altlüdersdorf wegen offensichtlicher Tätlichkeiten die Schlussminuten in doppelter Unterzahl absolvieren (89.). Patryk Radoslaw Lukaszewicz und Pawel Rafal Bielecki wurden mit glatt Rot entfernt und erwiesen ihrer Mannschaft den berühmten Bärendienst, zu dem Gästetrainer Steffen Borkowski eine etwas andere Meinung hatte. „Ich finde, dass man beide roten Karten nicht geben muss, zumal hier heute leider, wie so oft in der Vergangenheit, mit zweierlei Maß gearbeitet wurde. Die Partie war recht zerfahren, mit einem Gegner, der sehr laufstark war. So haben wir in keiner Phase Ruhe ins Spiel bekommen und nicht so konsequent agiert, wie ich mir das vorgestellt habe.“ Matthias Schönknecht fiel es natürlich leichter seine Analyse in Worte zu fassen. „Ich freue mich sehr für die Truppe. Wir wussten, dass wir heute nur über den Kampf zum Erfolg kommen. Allen voran unser Kapitän, der auch als Torschütze glänzte. Ich habe immer gesagt, wenn wir alle an Bord haben, dann müssen wir nicht da unten stehen. Momentan sind wir nun mal etwas gebeutelt, deshalb geht es auch nur mit Kampf und Leidenschaft.“

Bernau: Danny Kempter – Norman Flach, Damir Coric, Niklas Joel May, Tassilo Mahnke – Milos Savkovic, Marinko Becke, Richard Bergmann, Philipp Pönisch (90.+3 Leonnel Noukimou), Marcus Vinicius da Silva Freitas (68. Lucas König) – Paul Petermann (68. Mamadou Sylla)

Altlüdersdorf: Alexander Walter – Ernest Dominik Gras (85. Chris Heilmann), Sven Marten, Pawel Rafal Bielecki, Patryk Radoslaw Lukaszewicz – Dublin Schonig (46. Lukas Dembowsky), Marcin Krystek, Alexander Riehl, Szymon Sidorowicz – Florian Riehl, Tomasz Bejuk

Schiedsrichterin: Katharina Kruse (Ludwigsfelde)

Zuschauer: 85

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