„Memories of Barnim Rasenballsport – Part 37“

Einheit endlich mal in augenschonender Spielkleidung …..

Auf meiner Tournee Richtung Abbruch der Saison durch „Corona“ durfte ich noch einmal meinen „Schwarzen“ in Zepernick parken. Leider war, wie eigentlich fast immer, keine Parkmöglichkeit mehr direkt vor dem Kabinentrakt vorhanden, da sich dort schon ein etwas höherpreisiges, aber für mich nicht wirklich komfortabel erscheinendes Fahrzeug breit gemacht hatte. Fußball wurde trotzdem gespielt ….

17. Spieltag, Kreisoberliga OHV/BAR, Samstag, 29.02.2020 – Anstoß 15:00 Uhr, SG Einheit Zepernick – SV Friedrichsthal 1970 4:2

Einheit Zepernick bleibt im Kampf um den Aufstieg weiterhin, zumindest ergebnistechnisch, in der Spur, hat aber momentan ein Problem, die eigenen Auftritte in die Überzeugung zu bringen und in der Liga mal ein klares Zeichen zu setzen. „So richtig wissen wir auch nicht woran das liegt, aber schlussendlich zählen für uns die Punkte. Und das ist erst einmal wichtig.“, versuchte SG-Trainer Dirk Opitz die, doch etwas durchwachsene Qualität im Spiel seiner Jungs zu erklären. Dabei konnte man schon beim positionsgetreuen Aufstellen kurz vor dem Anpfiff sehen, wohin die Partie führen sollte. Friedrichsthal hatte Beton angerührt und stand sehr tief mit zwei kompakten Abwehrreihen. Einheit brauchte dafür definitiv Geduld, Mut und Ideen. Die Beharrlichkeit war vorhanden, Gedankenblitze eventuell auch, nur mit der Umsetzung haperte es an allen Enden und Ecken. So schleppte sich der erste Durchgang ohne große Höhepunkte bis zur 25. Minute, denn da hatten die Gäste ihren ersten nennenswerten Auftritt, der dann gleich in einen Treffer mündete. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld landete beim freistehenden Constantin Seegert, der keine Mühe hatte die Kugel platziert im Netz unterzubringen. Für Einheit war dies nun das Zeichen aus der Lethargie zu erwachen, was auch in Ansätzen funktionierte. Fünf Minuten später erzielte dann der lange Stefan Schulz den Ausgleich. Alexander Knappe, der im Übrigen zumindest verbal und auch in der Laufbewegung ohne Ball agilste Zepernicker, hatte im Vorfeld die Kugel von der Torauslinie gekratzt und zu Schulz zurückgepasst. Das behäbige Powerplay der Hausherren und der Abwehrriegel der Gäste hatten auch nach dem Wiederanpfiff weiter Bestand. Zwar kam Einheit nun zu mehr Möglichkeiten und schaffte auch die verdiente Führung durch Philip Opitz (57.). Doch auch darauf hatte die Friedrichsthaler Elf eine Antwort. Die lautete das 2:2, erzielt durch Christian Hofmann in der 67. Minute, als Zepernick auf Abseits spekulierte und er das Eins-gegen-Eins-Duell mit Heimkeeper Steve Jarling für sich entschied. Die Gäste aus der Oberhavel hatten nun offensichtlich den Braten gerochen, verließen ihren „Fuchsbau“ und tauchten in eine Phase ein, in der man zumindest optisch an der Augenhöhe kratzte. Die Begegnung nahm endlich Fahrt auf, weil auch der Favorit nun die erhofften Räume präsentiert bekam. Letztendlich brachte ein Eckball die erneute Führung für Einheit. Die Kugel segelte dabei mit gescheiterten Versuchen der Abwehr durch den gesamten Strafraum und landete am langen Pfosten bei Patrick Kain, der dann aus spitzem Winkel mit der Stirn einnickte (79.). Das Spiel war nun eigentlich entschieden. Der Freistoß, den Philip Opitz kurz vor der linken Strafraumgrenze über die Mauer ins linke obere Eck schlenzte, machte dann endgültig den Deckel drauf (87.). „Die haben wir ganz schön verkloppt“, begann Dirk Optitz ironisch gemeint seine Analyse, um dann die Sachlage realistischer zu erklären. „Wir tun uns im Moment extrem schwer mit Mannschaften die massiv stehen und dann mit langen Bällen operieren. Trotzdem sind wir schon stolz auf die Truppe, dass sie immer Ruhe bewahren. Uns fehlt einfach die Leichtigkeit und die letzte Überzeugung. Wir müssen weiterarbeiten, aber der Aufstiegs-Rucksack ist schon sehr sehr schwer.“

Zepernick: Steve Jarling – Steffen Wolf, Philip Opitz (88. Benedikt Schickram), Lesley Park (89. Marius Honeck), Max Gronski, Fabian Kobel, Alexander Knappe, Stefan Schulz, Patrick Kain, Patrick Töpfer, Niklas Liebenthal

Friedrichsthal: Max Kammann – Philipp Riechel, Christian Hofmann, Mercier Kolasinski, David Glaub 55. Jan-Niklas Doede), Michael Marusch (70. Robert Günzel), Alexander Kenzler, Lucian Biereigel, Constantin Seegert (60. Fabian Jantz), Moritz Fochler, Kevin Piller

Schiedsrichter: Benjamin Grüber (Leegebruch)

Zuschauer: 68

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