Testspiel: SG Einheit Zepernick – Tennis Borussia Berlin 0:3

Da fehlt doch was ….

Samstag, 18.07.2020 – Anstoß 15:00 Uhr

Eines vorab, meine Bitte und Hoffnung zum Kaffee eingeladen zu werden, wurde erhört. Zepernicks Team-Manager Dirk Optiz begrüßte mich persönlich und während unserer intensiven Fachsimpelei genoss ich das gut schmeckende Heißgetränk. Vielen Dank auf diesem Wege.

Nun zum Spiel. Es war der erste Test den Zepernick zu bestreiten hatte und dazu gleich ein Regionalligisten zum Gegner. Dies konnte man schon als Hausmarke bezeichnen. Dirk Opitz unkte vor der Partie ein wenig und nahm dabei schon das Wort „zweistellig“ in Mund. In Vorahnung hatte man dann wohl auch die Anzeigetafel „außer Betrieb“ gelassen, da dort vermutlich keine Ergebnisse über „neun“ dargestellt werden können. Am verdienten Sieg der Lila-Weißen gab es schlussendlich nicht zu deuteln, aber eine Fußnote hatte die Partie dann schon. Und diese hatte auf jeden Fall mit der von „Cornona“ auf diktierten Zwangspause zu tun. Die lange Zeit scheint aber mehr den profilierten Mannschaften auf die Füße gefallen zu sein. Denn fehlende Kondition, eventuell auch eine etwas miese Einstellung, lassen gerade gegen die sogenannten Kleinen nicht wirklich den großen Klassenunterschied erkennen. Dies soll aber nicht die sehr gute Leistung der Hausherren schmälern, die über die gesamte Spielzeit aufopferungsvoll kämpften und somit den doch etwas lethargisch daherkommenden Charlottenburgern nur wenig Spielraum boten, als man es vor Spielbeginn hätte erwarten können. Die Begegnung schleppte sich. TeBe, mit qualitativ sehr gut besetzter Garde, schaffte es nur selten, zwingende Aktionen in die Überzeugung zu bringen. Einheit hingegen begann mutig, presste früh und hatte damit auch Erfolg. Das Resultat: die Chancenflut der Gäste blieb fast aus und machte die Partie nicht wirklich interessant. Mit dem eigentlich ersten ordentlichen Angriff der Berliner, in dem Zepernick nicht wirklich zugreifen konnte, fiel das 0:1. Rudolf Dovn Ndualu war der Torschütze, der im Strafraum freistehend keine Probleme hatte das Spielgerät im Kasten unterzubringen (10.). In der Folge blieb die Partie weiterhin zäh. TeBe war zwar die überlegende Mannschaft, kam zu einigen Halbchancen, mehr aber auch nicht. Zepernick musste schon viel arbeiten und hatte in der Phase zwischen der 15. und 22. Minute so etwas wie einen Lichtblick Richtung Augenhöhe gesetzt. Dabei brachten sich Marinko Becke (17.) und Philip Opitz (19.) in verheißungsvolle Positionen, kamen aber nicht wirklich zum ordentlichen Abschluss. Mehr passierte in Halbzeit eins nicht mehr, bis auf die Platzwunde von Nemanja Samardzic, die er sich im Kopfballduell mit Kevin Maek zuzog und letztendlich ins Krankenhaus zur Behandlung musste. (Alles Gute auf diesem Wege!) Zum Wiederanpfiff änderte sich das Bild, trotz der zahlreichen Auswechslungen, besonders bei TeBe, nur wenig. Die Frage nach der konditionellen Verfassung beider Teams beantworte Zepernick mit zunehmender Dauer. Das frühe Pressen zog sich immer mehr in die eigene Hälfte zurück und brachte damit für die Gäste schon den Hauch eines Powerplays. Doch ein Sturmlauf wurde es nicht. Marko Perkovic erhöhte in der 63. Minute auf 0:2 und hatte dabei keine Probleme nach gutem Anspiel die Kugel über die Linie zu bringen. Vorausgegangen war ein Fehler von Marinko Becke, der sich nicht vom Ball trennte und in der Not zu seinem Keeper zurückpasste. Fatlum Elezi sagte Danke, als er den Ball erlief und zum Torschützen querpasste. Nur zwei Minuten Später war dann der „Deckel drauf“. Nathaniel Amamoo bekam den Ball auf der linken Seite aufgelegt, schlug noch zwei Haken und lies bei seinem platzierten Schuss Zepernicks Keeper Steve Jarling keine Chance. Damit war die Begegnung praktisch beendet, mit dem Einsehen des guten Referees Toni Bauer, der die Begegnung, sehr zur Verwunderung von Gästetrainer Markus Zschiesche vier Minuten zu früh beendete. Zschiesche gehörte im Übrigen in seinem Team zu den Aktivposten, in dem er verbal lautstark mit Anweisungen glänzte und an der Außenlinie doch einige Meter abspulte. Sein Trainerkollege, Lucio Geral, seit dieser Saison in der Zepernicker Verantwortung, war besonders über das Ergebnis erfreut. „Ich bin super zufrieden. Wir haben ja erst kürzlich angefangen, haben alle Spieler zum Einsatz gebracht, das hat heute schon großen Appetit gemacht. Besonders mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden“, so sein Statement kurz nach Spielende und er wagte schon mal einen Blick voraus. „Wir wollen als Aufsteiger erst einmal in der Landesklasse ankommen. Mit der Mannschaft wäre es aber vermessen zu sagen, wir wollen nur gegen den Abstieg spielen.“

Zepernick: Steve Jarling – Oliver eckert, Kevin Maek, Alexander Rathmann, Philip Opitz, Atze Renner, Lesley Park, Marinko Becke, Philipp Engel, Patrick Toepfer, Max Gronski

Auswechselspieler: Florian Brüggemann, Marius Honeck, Eric Schneider, Steven Puhlmann, Bendikt Schickram, Fabian Schulz, Karsten Zootzky, Fabian Kobel, Stefan Schulz, Niklas Liebenthal

Schiedsrichter: Toni Bauer

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