KREISOBERLIGA OHV/BAR, 3. Spieltag, BSV Rot-Weiß Schönow – SV Friedrichsthal 1970 4:2

In der Kreisoberliga grüßt Rot-Weiß Schönow, auf Grund des standesgemäßen und schon zu erwartenden Resultates, weiterhin vom Platz an der Sonne. Dabei war die Aufgabe gegen den Oberhavelvertreter aus Friedrichsthal alles andere als ein lockerer Vorbeimarsch. Denn mit dem SV präsentierte sich auf dem Schönower Rasenplatz eine kämpferische Truppe, die sich keinesfalls hinten reinstellte, sondern die Zweikämpfe suchte, fand und auch in Offensivaktionen ummünzte. Positiv für den Spielverlauf war natürlich der frühe Treffer durch Benedict Knorr, der schon stark abseitsverdächtig einen abgefälschten Ball im Fünfmeterraum vor die Füße bekam und sehr abgeklärt einnetzte (6.). In der Folge begann im Mittelfeld eine Art „Abnutzungskampf“, der sich gerade für die offensiv ausgerichteten Hausherren erschwerend auswirkte. Denn die Strichliste für das Zählen der erwähnenswerten Torabschlüsse auf beiden Seiten konnte man beruhigt bei Seite legen. Schönows Führung war nicht unverdient. So taten die Barnimer etwas mehr für das Spiel als die Gäste. Auch in der „Hochrechnung“ der Halbchancen, konnte Rot-Weiß ein Plus für sich verbuchen. Im kämpferischen Potential konnte der SV glänzen, der gerade im Mittelfeld doch eine größere Anzahl an Zweikämpfen für sich entschied. So war die Partie zwar nicht uninteressant, hatte Rasse, kam aber doch in einigen Phasen sehr zerfahren daher. Nicht verwunderlich war es dann, dass das 2:0 nach einem Eckball fiel. Rik Roelofs war im Fünfer am höchsten gestiegen und mit seiner Stirn vielumjubelt zur Stelle (41.). Zum Wiederanpfiff änderte sich das Bild kaum. Friedrichsthal weiter im Kampfmodus mit etwas mehr Bemühungen in die Gefahrenzone zu kommen. Als dann Rik Roelofs in der 53. Minute das 3:0 erzielte, schienen die Messen gesungen. Roelofs spekulierte in dieser Situation und behielt Recht. Denn Gäste-Keeper Kevin Jänicke machte beim Rauslaufen keine gute Figur und musste an der Strafraumgrenze angekommen, letztendlich zu schauen, wie der Torschütze leichtes Spiel vor dem leeren Kasten hatte. Doch Friedrichsthal gab nicht auf und wurde dafür auch belohnt. Beim Foulspiel im Schönower Strafraum ließ der gute Referee Tim Gerstenberg keine zwei Meinungen aufkommen und zeigte sofort auf den Punkt. Moritz Fochler verlud Heimkeeper Enrico Müller und machte damit seiner Truppe noch einmal Hoffnung in die Partie zurückzukommen (70.). Doch da hatte Friedrichsthal die Rechnung ohne den starken Rik Roelofs gemacht. Denn genau der begrub den Lichtblick der Gäste mit dem 4:1. Diesmal war es Sebastian Gausepohl, der den nun dreifachen Torschützen per Flanke bediente (82.). Doch damit war noch nicht Schluss. Auch Moritz Fochler dürfte nochmal ran, der wiederum zum Strafstoß nach einem Foul antrat und Enrico Müller zum zweiten Mal in die falsche Ecke schickte (84.). Obwohl sich Rik Roelofs in blendender Verfassung präsentierte, hatte in den Schlussminuten sein Auftritt einen Makel. Und dies war die Chancenverwertung im Eins-gegen-Eins mit Gästetorsteher Kevin Jänecke, der die zwei klaren Möglichkeiten mit gutem Stellungsspiel und Reaktionsschnelligkeit zu Nichte machte. Dies war im Nachgespräch auch Tobias Robel, dem Verantwortlichen des Tabellenführers, aufgefallen. „In der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden, im zweiten Durchgang dann nicht mehr so, da machen wir dann zu viele Fehler, hinten wie auch vorne. Dann lassen wir einfach zu viel liegen. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir unser gutes Spiel auch mal über 80 Minuten hinbekommen.“             

Schönow: Enrico Müller – Lukas Lang (84. Paul Paasche), Rik Roelofs, Sebastian Gauspohl, Dennis Aerts, Hannes Krüger (84. Paul Balzar), Benedict Knorr, Christoph Spitze, Peter Erdmann, Justin Aerts (62. Pascal Bettge), Alexander Brösel  

Friedrichsthal: Kevin Jänicke – Steven Schütz, Mercier Kolasinski, Michael Dräger, Davis Glaub, Lucian Biereigel, Denny Blümel, Robert Günzel, Moritz Fochler, Philipp Stägemann, Marc Tippenhauer (46. Fabian Jantz)

Schiedsrichter: Tim Gerstenberg (Birkenwerder)

Zuschauer: 123

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