LANDESLIGA NORD, 3. Spieltag, SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde – FSV Babelsberg 74 5:0

Grün-Weiss Ahrensfelde bestätigt in der Landesliga Nord auch nach dem 3. Spieltag weiterhin seine Favoritenrolle und bleibt dabei auch ohne Punktverlust. Gästetrainer Jan Kähne hatte unter der Woche in einem Interview geäußert, dass die Saison für seine 74er wohl mehr als schwer werden würde. So waren die Vorzeichen für die Partie klar geregelt und diesem Zuspruch nahm die Heimtruppe vollends an. Die Partie begann intensiv mit Ahrensfeldern, die von Anfang souverän auftraten und dem Spiel dem Stempel aufdrückten. Die Gäste aus der Filmstadt machten fleißig mit und versteckten sich keineswegs. Schon nach zwei Minuten gab es den ersten Aufreger, als Gästekeeper Alexander Sterz den Ball nach einem Schuss auf sein Tor fallen ließ und der Nachschuss David Sorgatz an die Hand sprang. Fast alle im Rund erwarteten den Elfmeterpfiff, doch der blieb aus. Schiedsrichter Nils Böhme sah scheinbar kein strafbares Handspiel und ließ das Spiel weiterlaufen. In der 5. Minute jubelte Grün-Weiss zum ersten Mal. Steven Knörnschlid hatte den Angriff über die rechte Seite eingeleitet. Lucas Nico Gurklys, der im Übrigen der größte Problem-Herd für die Gaste war, tankte sich zur Grundlinie durch, um passgenau auf Leandro Rodriguez Weber zu spielen. Der hauchte den Ball mit seinem Fuß nur an und veränderte damit die Richtung des Spielgerätes so, dass es unhaltbar im Netz zappelte. Die Angriffs-Maschinerie der Hausherren kam nun auf Touren, fand aber schon nach zwei Minuten mit dem Torschuss ans Außennetz durch Paul Berger ein kleines Ende bzw. legte eine längere Pause ein. Dass Ex-Bundesligaspieler eben auch nur Menschen sind und auch Fehler machen, zeigte sich in der 10. Minute. Manuel Schmiedebach sein Rückpass zum eigenen Keeper wurde nämlich fast zum Rohrkrepierer. Er konnte sich schlussendlich bei seinem Torsteher bedanken, der auf der Hut war, dabei Kopf und Kragen riskierte und dem heraneilenden Nico Zanin die Kugel praktisch vor den Füßen wegschnappte. In der Folge schleppte sich die Begegnung ein wenig. Ahrensfelde hatte in der Offensive alles im Griff, offenbarte aber in der Abwehrarbeit einige kleine Wackler, die das Gästeteam an diesem Tag qualitativ nicht ausnutzen konnte. Das 2:0 entstand aus einem langen Ball, welcher per Zwischenberührung verlängert wurde und in Persona von Lucas Nico Gurklys seinen Abnehmer fand. Pech und Glück hatten sich in dieser Situation verbrüdert, als Gurklys erst den Pfosten traf, der Ball ihm wieder vor die Füße sprang und im zweiten Versuch im Gästekasten landete (26.). Einen Aufreger hatte der erste Durchgang noch im Petto. Und den produzierte der Favorit am eigenen Strafraum in Eigenregie. Einem Gewühle im Kampf um den Ball und inkonsequenter Zweikampfführung brachte die nächste eher zufällige Gästemöglichkeit. Alexander Czech hatte sich mit dem Ball am Fuß freigemacht und tauchte vollkommen blank und Einschuss bereit vor Mateusz Daniel Mika auf. Doch der machte sich richtig breit und konnte somit den Schuss sehr gut entschärfen (43.).

Noch war der Strohhalm für die Gäste nicht gebrochen. Der Doppelwechsel zum zweiten Durchgang sollte wohl noch einmal Hoffnung bringen. Doch mit dem 3:0 in der 47. Minute schien das Ende des mit Optimismus gespickten Babelsberger Auswärts-Trips sein jähes Ende zu finden. Torschütze war Julian Hentschel, der sich über die tolle Vorarbeit von Leandro Rodriguez Weber freuen und am Ende der Vorbereitungskette mit dem Torerfolg die Gratulation seiner Kollegen entgegennehmen konnte. Steven Knörnschild machte dann fünf Minuten später endgültig den Deckel drauf. Wieder glänzte Gurklys mit feiner Vorarbeit, der querpasste und damit den einlaufenden Knörnschild bediente. Neben Gurklys wurde nun auch Knörnschild zum großen Unruhestifter, den die Babelsberger Defensive nicht in den Griff bekam. In der 62. Minute klingelte es dann zum fünften Mal. Knörnschild, der jetzt richtig aufblühte, machte die Bude zum Entstand. Eine Flanke von der rechten Seite wurde vom Tim Lenzen nicht kontrolliert aufs Tor gebracht. Doch Knörnschild setzte nach und hatte dabei das längste Bein. Für die 74er sah es in dieser Phase gar nicht gut aus. Auch Trainer Jan Kähne ahnte nichts Gutes und versuchte mit Umstellungsanweisungen das Unheil in Grenzen zu halten. Dabei lagen bei einigen Gästeakteuren die Nerven schon mächtig blank. Bezeichnend dafür war die schützende Auswechslung von Mannschaftskapitän Steffen Zieschank, der sich kaum noch im Griff hatte und gelbvorbelastet sich immer mehr der rustikalen Zweikampfschiene bediente. Schlussendlich hätte Grün-Weiss das Endergebnis noch höherschrauben können, war sich dabei aber auch oft selbst im Wege.

Ahrensfeldes Übungsleiter Sven Orbanke zeigte sich dann im Statement zur Partie mehr als zufrieden. „Unser Ziel waren drei Punkte. Für mich ist dabei aber auch ganz wichtig, mit welcher Art und Weise wir auftreten. Und das hat mir heute sehr gut gefallen. Wir haben sehr wenig zugelassen und sehr schön herausgespielte Tore gesehen. Dass wir noch nicht bei hundert Prozent sind, hat man bei den Aussetzern in der Abwehr im ersten Durchgang gesehen. Daran arbeiten wir aber intensiv.“

Ahrensfelde: Mateusz Daniel Mika – Sebastian Simon, Nick Meißner, Julian Hentschel (71. Tilo Scheffler), Steven Knörnschild, Leandro Rodriguez Weber (71. Maximilian Hecker), Manuel Schmiedebach, Tim Lenzen (65. Hagen Opitz), Paul Berger, Robin Mansfeld, Lucas Nico Gurklys (65. Patrick Hamel)

Babelsberg 74: Alexander Sterz – Sinan Ameti, Thomas Wisniowski, Dennis Zenthöfer (46. Julian Kirsch), Alexander Czech, David Sorgatz, Nico Zanin, Finn Matti Minkwitz (46. Florent Qeret), Tom Jakobczyk, Steffen Zieschank (58. Lucas Schroedter), Marvin Jon Jakobczyk

Schiedsrichter: Nils Böhme (souveräne Leistung)

Zuschauer: 132

Ein herzlichen Glückwunsch zur Ankunft im Ehehafen sendet BARNIM RASENBALLSPORT den frisch Vermählten auf diesem Wege. GWA-Athletiktrainer Gregor, der seine Beate (scheinbar heimlich) geheiratet hat, sorgte vor der Partie für eine große Überraschung.

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