AOK-Landespokal Brandenburg, Achtelfinale, SV Germania 90 Schöneiche – SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde 0:1

Im Duell der beiden Tabellenführer der Landesligen Süd und Nord hatte der Gast aus Ahrensfelde die Nase vorn und schaffte zusätzlich noch den Sprung ins Viertelfinale des AOK-Landespokals. Dass den Ahrensfeldern ein frühes Tor genügte, um den Sieg einzufahren, lag dann doch wohl mehr an Grün-Weiss selbst, die es besonders im ersten Durchgang nicht schafften, den überlegenen Auftritt in weitere Treffer umzumünzen.

Die Partie begann recht flott und brauchte keine Aufwärm- bzw. Abtastphase. Beide Vertretungen begegneten sich auf Augenhöhe, wobei Ahrensfelde schon etwas mehr investierte und dies auch in Möglichkeiten umsetzte. So war es Tilo Scheffler, der einen Schuss nach einem abgewehrten Eckball aus gut 18 Metern aufs Schöneicher Tor brachte, dabei aber noch nicht genug Zielwasser intus hatte und den Ball doch weit über dem Tor setzte (2.). Die nächste Gästemöglichkeit hatte Steven Knörnschild. Er schraubte sich nach eine Flanke von der linken Seite im Kopfballduell am höchsten, schaffte es aber letztendlich auch nicht, das Spielgerät platziert Richtung Tor zu bringen (8.). Im zweiten Versuch, dann in der 11. Minute, machte es Knörnschild besser. Diesmal benutzte er den Fuß nach einem sehenswerten Anspiel durch Patrick Hamel und ließ mit seinem Schlenzer Germania-Keeper Chris Kütter keine Abwehrmöglichkeit. Dass dies im Endeffekt das Tor des Tages werden sollte, war zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht zu vermuten. Denn Ahrensfelde wollte mehr und übernahm in der Folge zusehends die Regie in der Partie. Schöneiche kam überhaupt nicht zur Entfaltung, musste viel hinterherlaufen und war gerade in den Zweikämpfen oft der zweite Sieger. Grün-Weiss war griffig und irgendwie auch immer einen Schritt schneller. Julian Hentschel nahm nur 120 Sekunden später aus der zweiten Reihe maß, aber auch sein Abschluss landete in der oberen Etage des Schöneicher Kastens. Die Begegnung tauchte Mitte der Halbzeit in eine Phase ein, in der auch die Gästebemühungen verflachten und Höhepunkte immer seltener wurden. Germania suchte weiterhin die Tür zum Eintritt ins Spiel und schaffte es in der 28. Minute das erste Mal erwähnenswert vors Ahrensfelder Gehäuse zu kommen. Marco Spann sein Schuss von der Strafraumgrenze brachte aber kaum Gefährlichkeit und wurde leichte Beute für Gäste-Torsteher Mateusz Daniel Mika.

Mit der knappen Führung und der Hoffnung auf einen überzeugenderen Auftritt der Heimelf begann dann die zweite Halbzeit. Das Bemühen der Partie eine Wende zu geben, war den Hausherren nicht abzusprechen. Doch mehr als ein Flämmchen, welches nur kurze Zeit glimmte, war es dann doch nicht. Aber auch Ahrensfelde konnte den Schwung aus den Anfangsminuten des ersten Durchganges nicht wieder entfachen, so dass die Begegnung schon ein wenig lange Weile versprühte. Die 58. Minute war dann der erste Zeitpunkt in Halbzeit zwei, welche wieder eine Möglichkeit auf den Plan brachte. Ein Konter der Hausherren, den Artur Naftz abschloss und weit über das Tor setzte, konnte die knapp 400 Zuschauer auch nicht wirklich begeistern. Was der Begegnung grundsätzlich fehlte, war die Intensität und absolute Leidenschaft, zusammengefasst der Charakter eines Pokalfightes. Nick Meißner war es dann in der 61. Minute vorbehalten, den Sack für seine Ahrensfelder Truppe endgültig zuzumachen. Eine Flanke von der rechten Seite wurde abgewehrt und landete ihm direkt vor seinen Füßen. Das fast leere Tor vor sich, schaffte er das Kunststück die Kugel über das Tor zu entfernen. Im Auftritt der Gäste wurde man in der Folgezeit den Eindruck einfach nicht los, dass man schon im Verwaltungsmodus angekommen war. Der Platzverweis für Denis Teterea, der eine Toraus-Entscheidung gegen ihn mit einer knappen, aber knackigen Beleidung Richtung Schiedsrichter-Assistent Rene Müller kommentierte, brachte der Partie nun etwas mehr Knackigkeit. Die Zweikämpfe hatten nun Rasse und wurden auch mit Leidenschaft geführt. Schöneiche kam nun auch besser in die Partie. Doch große Torgefahr kam dabei auf beiden Seiten nicht mehr auf. Am Ende jubelte Grün-Weiss, bei dem GWA-Trainer Sven Orbanke im Nachgespräch nicht alles gefallen hatte. „Erst einmal finde ich, dass wir verdient weitergekommen sind. Trotzdem haben wir uns gerade im Vorwärtsgang nicht sehr klug angestellt. Wir waren auffällig oft im Abseits und haben auch wirklich gute Chancen zu einfach liegen lassen. Trotzdem muss ich sagen, dass Schöneiche der erste richtige Gradmesser war, den wir in dieser Saison hatten.“ Einen Wunschgegner für das Viertelfinale wollte Orbanke nicht nennen. „Wir nehmen, wie es kommt“, mehr war ihm in diesem Punkt nicht zu entlocken.

Schöneiche: Chris Kütter – Pierre Vogt, Artur Naftz, David Karlsch, Anton Hohlfeld (Martin Gruner), Dominik Tuchtenhagen, Philipp Kulecki, Felix Wiedenhöft, Moritz Borchardt (29. Denis Teterea), Felix Angerhöfer, Marco Spann (46. Benjamin Kaser)

Ahrensfelde: Mateusz Daniel Mika – Sebastian Simon (46. Nick Meißner), Alexander Kaatz, Julian Hentschel (88. Maximilian Hecker), Steven Knörnschild (88. Justin Lauterbach), Tilo Scheffler (65. Dominic Gesierich), Leandro Rodriguez Weber, Manuel Schmiedebach, Patrick Hamel, Tim Lenzen, Robin Mansfeld

Schiedsrichter: Maximilian Bauer (solide Leistung)

SRA 1: Jonas Belke

SAR 2: Rene Müller

Zuschauer: 397

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s