KREISLIGA FRAUEN OHV/BAR, 10. Spieltag, SV 1908 „GRÜN-WEISS“ Ahrensfelde – SC Klein-Mutz 8:0

Das Frauenteam der Grün-Weissen Ahrensfelder ist mit einem Kantersieg vielversprechend in die Rückrunde gestartet. Dabei hatten die Vorzeichen schon ein wenig „Schmackes“ im Gepäck, weil sich Ahrensfelde im Hinspiel nur sehr knapp mit einem 5:4 aus der Affäre gezogen und auch die doch etwas rustikale Gangweise der Klein-Mutzerinnen mit einem scheinbar überforderten Referee zu bemängeln hatte. Doch eines schon mal vorab, es war eine sehr faire Begegnung bei bestem Fußballwetter, welches mit den 63 Zuschauern auch einen würdigen Rahmen präsentierte.

Die Partie begann mit einer Heimelf, welche top motiviert war, die Gegnerinnen stark unter Druck setzte und reihenweise Chancen produzierte. So wäre für die vergebenen Tormöglichkeiten, besonders in den ersten dreißig Minuten, ein größerer Schmierzettel von Nöten gewesen, um die Anzahl per Strichliste zu erfassen. Für die Gästinnen war es ein Segen, dass die eigene Torsteherin Franziska Gericke sehr gut aufgelegt war und sich mit einigen sehenswerten Paraden auszeichnen konnte. Stephanie Isbaner, Kerstin Barge und Kimberley Kaz waren die Probandinnen, die sich im Auslassen fast schon gegenseitig übertrafen. Letztlich war es dann Stephanie Isbaner, die den Knoten in der 9. Minute zum hochverdienten 1:0 platzen ließ. Für Grün-Weiss lief es nun wie am Schnürchen. Chancen fast im Dreiminutentakt, nur der Makel der Verwertung hatte weiter Bestand. Hinzukam der Sachstand, dass die Klein-Mutzer Torfrau und deren Kolleginnen im Spielaufbau recht schludrig agierten und somit die Chancenflut der Haus-Damen noch forcierten. Kerstin Barge, mit sehr guter Schussqualität ausgestattet, machte die nächsten drei Buden und avancierte damit zur Hattrick-Königin der Partie (12., 23, 34.). Mit Barges Treffer zum 4:0 begann die Zeit des Nachlassens und der sporadischen Entlastungen für das Gästinnenteam. Klein-Mutz konnte einem schon ein wenig leidtun. Schaffte man es im ersten Durchgang nur einmal durch Caroline Enderlein einen Schuss Richtung Ahrensfelder Kasten abzusetzen (19.), musste im Gegensatz dazu dann nach dem 5:0 durch Kimberley Kaz das Spielgerät doch noch einmal zum Anstoß getragen (39.).

Für den zweiten Durchgang änderte sich das Bild nur wenig. Klein-Mutz konnte weiter durchatmen, weil Grün-Weiss nicht mehr die große Intensität und Leidenschaft versprühte. Gründe hierfür waren sicherlich der klare Spielstand und auch ein wenig die nachlassenden Kräfte, was auch einige Konzentrationsschwächen offenbarte. Kerstin Barge war es dann, die das 6:0 markierte, nachdem sie auf der rechten Seite den Ball eroberte und mit strammen Schuss das Gästinnen-Tornetz schon mächtig Spannung verlieh (43.). Die Partie schleppte sich in der Folge nun etwas und hatte dabei auch an Attraktivität verloren. Für die Frauen aus der Oberhavel kam dieser Umstand nicht ungelegen, weil in den Entlastungsaktionen auch der ein oder andere Abschluss gelang. So beinhalteten die Heim-Treffer zum 7:0 und 8:0 schon etwas von Makulatur. Trotzdem konnte sich Kerstin Barge zum fünften und Stephanie Isbaner zum zweiten Mal freuen, ihren Kolleginnen und dem Trainer einen sehr erfreulichen Rückrundenstart präsentiert zu haben.

Dirk Beischau, der „Vater“ der Truppe, war schon stolz auf seine Mädels und brachte dies auch im Nachgespräch eindeutig zur Geltung. „Ich bin sehr zufrieden, weil das Hinspiel für uns sehr schwer war. Heute hatten wir einen exzellenten Schiedsrichter, den wir gerne in Klein-Mutz gehabt hätten. Ich habe eine tolle Mannschaft.“ Auf die Frage nach dem Mangel in der Chancenverwertung hatte er eine dann doch nicht alltägliche Antwort. „Ich drehe den Spieß mal um. Ich habe solch außergewöhnliche Stürmerinnen, dass ich sehr dankbar und auch stolz bin, dass wir überhaupt so viele Möglichkeiten herausspielen. Wir sind schließlich das älteste Team in der Liga.“ Einen Blick in die Zukunft ließ er dann auch noch gewähren. „Unsere jetzige Mannschaft wird sicherlich keine Modells mehr herausbringen können. Mein Ziel ist es hier in Ahrensfelde den Grundstein für Frauen-Fußball zu legen. Die Installation einer B-Mädchenmannschaft wäre eine der zusätzlichen Hoffnungen.“

Ahrensfelde: Diana Horst – Kerstin Barge (75. Mahdiyeh Vasheghanifarahani), Kimberley Kaz, Birgit Krauel (45. Alica Diecke), Anne Schüler, Stephanie Isbaner, Jana Beischau (57. Sabrina Blumberg), Sarah Rode

Klein-Mutz: Franziska Gericke – Caroline Enderlein, Luisa Manzel, Eileen Burde (41. Lara Matthes), Klarissa Gurke, Celina Erdmann, Sophie Donix, Luisa Olbering (41. Antje Wojtkowiak)

Schiedsrichter: Stefan Kotte (war in einer wohltuend fairen Partie ein souveräner Leiter)

Zuschauer: 63

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